1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Bis 2013 Ersatz-Bushaltestellen

Dormagen : Bis 2013 Ersatz-Bushaltestellen

Die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft (SVGD) stellte gestern die Pläne für den Bahnhofsumbau vor. Das Gebäude soll im Oktober abgerissen werden. Für mehr als ein Jahr sollen die provisorischen Bushaltestellen bleiben.

Ein weißer Mercedes parkt in einer der Buchten gegenüber dem Berufsbildungszentrum (BBZ). Ulrich Pfister, Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft (SVGD), beugt sich zu dem Fahrer herunter und deutet auf das Verkehrsschild einige Meter weiter: "Absolutes Halteverbot". Eine provisorische Bushaltestelle ist an dem Ort platziert, wo vor Kurzem noch geparkt werden konnte am Willy-Brandt-Platz. Das soll auch noch bis Oktober 2013 so bleiben. "Dieses Jahr im Oktober wird der erste Bagger seinen Zahn in das Bahnhofsgebäude reißen", sagt Pfister. Ab dann werden insgesamt sechs bis sieben Buslinien gegenüber der BBZ-Sporthalle halten. Außerdem halten die Linien 886 und 887 wegen der Umbaumaßnahmen derzeit nicht an der Haberlandstraße, sondern an der Beethovenstraße.

"Bisher keine Probleme"

Probleme habe es bis dato noch nicht gegeben, auch zu Verspätungen sei es nicht gekommen. "Die Fahrgäste haben das System verstanden", sagt Ulrich Pfister. Auch Beschwerden seien bisher nicht bei der SVGD eingegangen. Für die kalte Jahreszeit sollen im Bereich der provisorischen Bushaltestellen noch Fahrgastunterstände eingerichtet werden.

Insgesamt drei Millionen kostet der Umbau des Bahnhofs. Erst vor wenigen Tagen wurde die Förderung durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Höhe von 612 900 Euro genehmigt. Wie der VRR-Vorstandssprecher, Martin Husmann, erklärte, sei ausschlaggebend für die Förderung gewesen, dass "das Umfeld des Dormagener Bahnhofs erhebliche verkehrliche Defizite aufweist und die Haltestellenbereiche nur mangelhaft für Sehbehinderte ausgestattet sind". Die Haltestelle am Willy-Brandt-Platz stellt einen bedeutenden Verknüpfungspunkt für das Stadtbus-System dar: Dort steigen die Fahrgäste zwischen den Stadtbus-Linien und den Regionalbuslinien der Busverkehr Rheinland (BVR) GmbH um und nutzen den Anschluss an die Züge der Regionalexpress-Linie 7 und der S-Bahn 11 am Bahnhof. "Durch den Umbau wird der Bahnhofsbereich in Dormagen qualitativ aufgewertet sowie barrierefrei gestaltet, und Betriebsabläufe werden optimiert", so der VRR-Vorstandssprecher.

Wann und ob die geplante Regionalbahnlinie RE 6a kommt, steht allerdings noch in den Sternen. Das erklärte gestern SVGD-Aufsichtsratsvorsitzender Wiljo Wimmer. Und Ulrich Pfister sekundierte: "Im Oktober soll es Gespräche mit den Verkehrsverbünden geben." Auch der Landrat wolle sich einschalten, um sich für die schnelle Verbindung nach Düsseldorf einzusetzen. Bis zum Winterfahrplan, der im Dezember beginnt, werde das aber nicht mehr realisiert werden können.

(NGZ/ac)