Bildung in Dormagen: Stadt will Raummodule für Friedensschule mieten

Bildung in Dormagen : Stadt will Raummodule für Friedensschule mieten

Mit Beginn des Schuljahres 2019/20 soll für zwei Jahren ein Raummodul die Grundschule in Nievenheim vergrößern.

(ssc) Die Friedensschule in Nievenheim braucht dringend mehr Platz. Vor einem Monat hatte es dort einen Ortstermin gegeben, und danach stand fest: Aufgrund des Raumbedarfs muss ein Raummodul angeschafft und aufgestellt werden – mit Beginn des neuen Schuljahrs 2019/2020 und voraussichtlich für zwei Jahre. Wobei sich die Stadt die Option für eine längere Nutzung offen halten möchte. Kosten: circa 65.000 Euro für Errichtung und Ausstattung plus laufende Kosten in Höhe von monatlich circa 1800 Euro. Die Politiker aus Schulausschuss und Betriebsausschuss Eigenbetrieb sollen den Weg dafür mit ihrer Zustimmung in gemeinsamer Sitzung am Dienstag, 22. Januar, freimachen. Die Gremien tagen ab 17.30 Uhr im Ratssaal.

Der akute Bedarf resultiere unter anderem aus einer stetig steigenden Nachfrage des Betreuungsangebotes, schreibt Dormagens Erster Beigeordneter Robert Krumbein in einer Beratungsvorlage für die Ausschussmitglieder. Aktuell werden nach Angaben der Stadt 130 Kinder im Offenen Ganztag betreut, das entspricht einer Betreuungsquote von 69 Prozent. Für das kommende Schuljahr sei im Hinblick auf die inzwischen vorliegenden Schulanmeldungen mit weiter steigenden Zahlen zu rechnen, kündigt der Erste Beigeordnete an.

Die aktuelle Situation an der Friedensschule in Nievenheim beurteilt auch die Stadt selbst als „alles andere als optimal“. Die Räume für den Offenen Ganztag seien mangels Alternativen auf drei Gebäude verteilt. Teilweise handele es sich dabei um ehemalige Wohngebäude, in denen nicht alle vorhandenen Räume optimal für Betreuungszwecke genutzt werden können.

Mit welchen Sanierungs- bzw. Umbaumaßnahmen in den Folgejahren zu rechnen ist, um das Gebäude bzw. die vorhandene Fläche an der Neusser Straße optimal für Schul- und Betreuungszwecke zu nutzen, soll eine für 2019 vorgesehene Machbarkeitsstudie ergeben. Während eventueller Baumaßnahmen könnte ein zusätzlicher Bedarf für eine weitere Raummoduleinheit entstehen.