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Dormagen: BfD fordert Rabattsystem für Familien mit Kindern

Dormagen : BfD fordert Rabattsystem für Familien mit Kindern

In einer Serie fragt die NGZ Fraktionschefs, wie es gelingen kann, Dormagen durch die Krise zu führen. Teil 5: Dietrich Krueger (Bürger für Dormagen).

Der Stadt droht ein Loch im Haushalt. In welchen Bereichen gibt es Sparpotenziale?

"Uns liegt noch nicht einmal der Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2009 vor", sagt Krueger. Eine seriöse Planung sei auf diese Weise nicht möglich.

Ist die Situation — zum Beispiel aufgrund des Gemeindefinanzierungsgesetzes — nur fremdverschuldet?

In Dormagen werde seit mindestens 15 Jahren keine Wirtschaftspolitik mehr betrieben. Neue Schulden seien nicht die Lösung.

Mit welchen Maßnahmen kann die Stadt dem demographischen Wandel die Stirn bieten?

Die Einwohnerzahlen werden zurückgehen. Daran könne nichts geändert werden.

Wie kann die Stadt junge Familien gewinnen, und müssen dafür neue Baugebiete ausgewiesen werden?

"Es wäre nahe liegend gewesen, mit einem ordentlichen Rabattsystem, Familien mit Kindern zu bevorzugen", meint der BfD-Chef.

Ist beim Thema fehlende Gewerbegebiete eine Lösung in Sicht?

Der Bürgermeister und die Koalition würden an dem Projekt in Delrath festhalten, glauben die BfD. Das Silbersee-Gelände werde RWE nicht verkaufen.

Müssen die Personalkosten der Stadt kritisch geprüft werden?

Krüger: "Ja! Aber die werden nicht weniger, wenn man weiter einstellt. Eine Erkenntnis, die im Rathaus noch nicht angekommen zu sein scheint."

Das Stadtmarketing ist zuletzt in die Kritik geraten. Mit welchen Merkmalen kann die Stadt werben?

Die Märkte, die von der SVGD organisiert werden, seien ein Erfolg und Werbeträger. Ebenso Feste wie die Biermeile. Doch müsse das Marketing mehr Chefsache werden und dürfe nicht vom Kräutergarten ins Zons aus gesteuert werden, so Krueger.

Nennen Sie drei wichtige Dinge, die die Dormagener Politik noch in diesem Jahr anpacken muss.

Krueger: "Haushaltskonsolidierung, Lösung des Verkehrsproblems Haberlandstraße, Abwahl des Bürgermeisters."

Warum ist Dormagen eine attraktive Einkaufsstadt?

Die Verkehrsanbindung sei gut und auch die Lage. Dormagen habe eine Einkaufsmeile, die zum Verweilen einlade.

Warum ist die Jamaika-Koalition kein Bündnis für die Zukunft?

Weil das Brechen von Wahlversprechen und die arrogante Missachtung des Bürgerwillens zunehmend nicht mit Wahlenthaltung beantwortet werde, meint Krueger.

(NGZ)