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Dormagen: Betroffene diskutieren über Ausbau der A 57

Dormagen : Betroffene diskutieren über Ausbau der A 57

Der Erörterungstermin der Bezirksregierung in der "Kulle" kann Meilenstein in der Planung sein.

Die Kulturhalle wird am Dienstag, 5. Juni, zu einem besonderen Veranstaltungsort: Dort entscheidet sich der Fortgang bei den Planungen für den sechsspurigen Ausbau der Autobahn 57. Am Vormittag kommen dort alle am Verfahren Beteiligte und Betroffene zu einem Erörterungstermin zusammen, wie er im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens vorgesehen ist. Es geht konkret um das neun Kilometer lange Teilstück zwischen den A 57-Anschlussstellen Neuss-Süd und Dormagen. Im günstigsten Fall kann die Beschlussfassung über dieses Teilvorhaben die Folge sein, wodurch der Weg bereitet würde für den Baubeginn.

Das Besondere: Der Termin ist nicht öffentlich, damit sich die Teilnehmer in Ruhe austauschen können. "In der Diskussion sollen Standpunkte deutlich gemacht werden und, wenn möglich, die verschiedenen Interessen zu einem Ausgleich gebracht werden", sagt Beatrix Van Vlodrop, eine Sprecherin der Bezirksregierung. Zugelassen zu diesem Treffen sind übrigens nur die Personen und Stellen, die Einwände zur Planung gemacht haben. Das sind Kommunen, wie Dormagen, Umweltverbände, Wasserwirtschaft, aber auch die 25 Privatleute, die sich zu Themen wie Lärm oder Verkehr geäußert haben. Es geht nächste Woche nicht um Grundstücke und mögliche Entschädigungen. "Die Beteiligten können, müssen aber nicht zu diesem Termin kommen", sagt Van Vlodrop, "denn unabhängig von der Anwesenheit, werden alle Anmerkungen und Bedenken diskutiert". Neue Themen können allerdings nicht mehr ins Verfahren eingebracht werden.

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Auch an eine mögliche "Verlängerung" hat die Bezirksregierung gedacht: Sollten am Dienstag nicht alle Tagesordnungspunkte abgehandelt werden können, wird die Anhörung tags drauf fortgesetzt. Nach der Erörterung wird die Düsseldorfer Behörde nach Abwägung aller Belange eine Entscheidung treffen. Geplant sind in diesem Bereich in jede Fahrtrichtung drei Fahr- und ein Standstreifen, Lärmschutzmaßnahmen für Delrath und Horrem, zwei neue Versickerungsanlagen sowie ein landschaftspflegerischer Begleitplan mit ausgewiesenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

(schum)