Besuch in Dormagen: Polnische Gäste erkunden Zons

Besuch in Dormagen : Städte-Austausch mit Polen in Zons

Ein Rundgang mit Gästen aus dem Kreis Mikolow.

Interessiert schaut sich Bürgermeister Miroslaw Blaski aus Orzesze im polnischen Kreis Mikolow die Altstadt von Zons an. Begeisterung ruft bei ihm die Aussicht vom Rheinturm hervor – der Rundblick über Rhein und Altstadt ist aber auch wunderschön. Sein Besuch in Dormagen, zu dem ihn Tourismus-Koordinatorin Aneta Russek begleitete, diente dem Austausch mit den Dormagener Kollegen.

Die Zonser Hermann Kienle und Karl Kress erläutern den Gästen aus Orzesze in Polen, Bürgermeister Miroslaw Blaski und Tourismus-Koordinatorin Aneta Russek, gemeinsam mit Bürgermeister Erik Lierenfeld (v.l.) die Geschichte von Zons. Foto: Carina Wernig

Die Stadt Dormagen bereitete den Gästen drei interessante Tage – stark unterstützt durch die Kultur- und Heimatfreunde Zons, deren Vorstandsmitglied Karl Kress sagte: „Ich freue mich sehr, dass wir die Bande zum Kreis Mikolow festigen.“ Der Zonser Nachtwächter Karl-Heinz Stumps führte im Jagd-Gewand von Kurfürst Clemens August durch die Zonser Gassen, während sein Kollege Hermann Kienle den Rheinturm erläuterte, wo Wolfgang Göddertz als Ritter von Barrenstein die Stube der Zonser Garnison zeigte.

Karl-Heinz Stumps als Kurfürst Clemens August auf der Jagd – zeigt den Gästen an der Grünwaldstraße gegenüber von St. Martinus eine Fassaden-Madonna. Foto: Carina Wernig

„Ich hoffe, wir können darauf aufbauen und unsere Städtefreundschaft darauf gründen“, sagte Blaski, der sich herzlich bedankte. Ein schönes Zeichen sei es gewesen, dass sie bei ihrer Rundfahrt durch Dormagen nach Köln die schöne Basilika Knechtsteden zum Friedensgruß der Messe betreten und sich einander ein Zeichen des Friedens geben konnten.

In der Stube der Zonser Garnison im Rheinturm nimmt Bürgermeister Miroslaw Blaski neben seinem Amtskollegen Lierenfeld am Schreibpult Platz. Foto: Carina Wernig
Blick vom Rheinturm auf die Zonser Altstadt von der Rheinstraße (l.) bis zum Wallgraben (r.). Im Hintergrund (v.l.): Kreiskulturzentrum, Juddeturm, Mühle und St. Martinus. Foto: Carina Wernig
Der 26 Meter hohe Rheinturm wurde 1388 errichtet. Foto: Carina Wernig
Der Rhein floss früher direkt unterhalb des Rheinturms an Zons vorbei – daher hieß er auch Zollturm, da dort die Steuern errichtet wurden. Foto: Carina Wernig
Der sanierte Abschnitt der Westmauer an der Mühle mit Blickrichtung St. Martinus. Die polnischen Besucher besichtigen das kleine Mühlenmuseum im ehemaligen Gefängnis und stiegen in der Mühle nach oben. Foto: Carina Wernig
Der Wehrgang an der Mühle – im Hintergrund die Burg Friedestrom. Foto: Carina Wernig
Ein Wahrzeichen: Die Windmühle an der südwestlichen Ecke der Stadtmauer ist von April bis Oktober freitags bis sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Foto: Carina Wernig
Tolle Ausblicke aus den Fenstern des Rheinturms auf den Rhein. Foto: Carina Wernig

Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld freute sich über die Möglichkeit zum Austausch über zahlreiche Themen, zum Beispiel die Feuerwehr, deren Organsiation der polnische Gast bei einem weiteren Besuch noch detaillierter kennenlernen möchte. „Eine Städtefreundschaft kann nur durch Begegnungen, Austausch und Treffen gestärkt werden. Diese Freundschaft müssen die Bürger mit Leben füllen“, sagte Lierenfeld.

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