Beim Michaelismarkt gibt es einen Kultur-Wettstreit der Stadtteile

Michaelismarkt Dormagen : Kultur-Wettstreit der Stadtteile geplant

Vier Stunden Darbietungen: Zum Michaelismarkt sollen am 30. September kulturelle Gruppen für ihren Ort auf die Bühne gehen. Ein Arbeitskreis organisiert den stadtweiten „Dormagener Cultur Contest“ (DCC).

Sportlich sind sie mit viel Spaß schon gegeneinander angetreten, jetzt wird es künstlerisch-kulturell beim Michaelismarkt: Beim „Dormagener Cultur Contest“ treten die Stadtteile mit den Darbietungen ihrer einzelnen Kulturschaffenden, von Gruppen und Vereinen an, um den „DCC“-Sieger zu ermitteln. Diesen neuen Wettbewerb – in dieser speziellen Schreibweise als Eigennamen – organisiert ein Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD), deren Stadtmarketingleiter Thomas Schmitt erklärt: „Das wird ein schöner Wettbewerb.“

Der Chorhaus-Jugendchor wäre ein guter Kandidat. Foto: Tinter, Anja (ati)

Die Premiere des „DCC“ soll der Höhepunkt des zweitägigen Michaelismarktes am 29. und 30. September auf der Kölner Straße sein. Am Sonntag, 30. September, zwischen 12 und 16 Uhr, können sich Kunst- und Kulturschaffende auf der Bühne vor dem Historischen Rathaus präsentieren und miteinander in den Wettbewerb treten. Die Teilnehmer steigen dabei jeweils für den Stadtteil, in dem sie zu Hause sind, in den Ring. Geplant sind jeweils 20-minütige Auftritte für jeden Ortsteil, wobei sich auch mehrere Akteure dieses Zeitfenster teilen können. „Mitmachen kann jeder, der etwas Unterhaltsames und Bühnentaugliches darbietet, vom Fahnenschwenker über die Tanzgarde bis hin zum Chor oder der Theatergruppe“, erklärt Guido Schenk, Leiter des Arbeitskreises, der den künstlerischen Wettstreit organisiert. Er hofft, wie auch die SWD, auf ein möglichst breites Spektrum an Teilnehmern.

Horremer Fahnenschwenker bei einem privatem Auftritt nach der Hochzeit von Claudia und Jürgen Klein am Rathaus. Foto: Carina Wernig

Eine Fachjury wird die DCC-Auftritte bewerten, dazu können auch die Zuschauer auf dem Rathausplatz per Online-Voting für ihren Favoriten abstimmen. Beides fließt in die Gesamtbewertung ein. Die erstplatzierten Ortsteile erhalten auch Gewinne: 500 Euro gehen an den Sieger, der Zweitplatzierte erhält 300, der Dritte 200 Euro. Interessenten, die beim „Dormagener Cultur Contest“ antreten möchten, können ihre Teilnahme anmelden bei Guido Schenk: per E-Mail an guidoschenk55@googlemail.com oder unter 02133 470168.

Außerdem steht der Michaelismarkt am 29. und 30. September unter dem Oberbegriff „Made in Dormagen“, der auch das Jahresthema der Lokalen Allianz, das Bündnis für die Stärkung des Wirtschafts- und Wohnstandortes Dormagen, ist. „Dormagen ist eine attraktive Stadt mit innovativen Unternehmen und einer aktiven Bürgerschaft. Das wollen wir mit all unseren Aktionen, insbesondere aber beim Michaelismarkt, herausstellen“, sagt Stadtmarketingleiter Thomas Schmitt. Explizit nennt er Rennwagen aus der Stürzelberger Fahrzeugmanufaktur von Christian Nowak, Technik-Schätzchen im Besitz des einzigartigen Phonomuseums, Hightech-Fasern aus dem Chempark oder das Festival Alte Musik: Akteure, Produkte, Ideen und Veranstaltungsformate „Made in Dormagen“ stehen im Mittelpunkt des Michaelismarktes.

Neben dem zweitägigen Händlermarkt wird es am verkaufsoffenen Sonntag auch wieder das „Kö-Kinderland“ mit zahlreichen kindgerechten Angeboten im südlichen Bereich der Kölner Straße geben. Da hoffen die Veranstalter auf besseres Wetter als 2017, wo der Regen einige Besucher davon abhielt, sich die Neuerungen anzuschauen. Parallel wird am Michaelismarkt-Sonntag an St. Michael das Pfarrfest gefeiert. Der Bücherflohmarkt am nördlichen Ende der „Kö“ bietet am Sonntag neues Futter für Leseratten. Ergänzt wird er von Lesungen lokaler Autoren auf der Kleinkunstbühne unter dem Pavillon.