Bei einer Waldyrallye entdecken Schüler den Tannenbusch in Dormagen.

Waldrallye im Tannenbusch in Dormagen : Kinder entdecken den heimischen Wald

Der Revierförster und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald haben Grundschüler aus Dormagen dazu eingeladen, den Tannenbusch bei einer Waldrallye kennenzulernen. Mehr als 300 Kinder haben mitgemacht.

Genau hinhören, hinsehen und Rätsel lösen hieß es für mehr als 300 Kinder am Dienstag und Mittwoch im Tannenbusch. Bei der Waldrallye, organisiert von Revierförster Theo Peters und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, kamen Dritt- und Viertklässler von zwölf Dormagener Grundschulen zusammen, um den Wald zu erkunden und zu erleben. Spielerisch sollen die Kinder so die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes kennenlernen. „Vor allem soll die Waldrallye aber Spaß machen“, sagt Theo Peters.

Ab 8 Uhr morgens starteten die Klassen die Rallye am Start- und späteren Zielpunkt, dem Eingangsbereich des Geo-Parks. Mit Rucksäcken und Stiften ausgestattet, machten sich die Schüler von dort gemeinsam mit ihren Lehrern auf, um den drei Kilometer langen Parcours im Tannenbusch zu erkunden. 13 Stationen mit unterschiedlichen Aufgaben galt es zu bewältigen. Mit dabei deshalb auch ein Fragebogen mit Rätseln zum Thema Wald und Natur.

 An einer Station angekommen, galt es, die Aufgabe mit der entsprechenden Frage aus dem Bogen zu lösen. Diese lauteten zum Beispiel: Wie alt ist dieser Baum? Welcher Baum riecht nach Apfelsine (Douglasie) oder welches Tier wohnt in einer Erdhöhle? Um die Lösungen herauszufinden waren verschiedene Sinne der kleinen Walderkunder gefragt. Aber auch Fähigkeiten wie Zählen, Suchen oder Schätzen waren bei einigen Aufgaben gefordert. „Die Waldrallye ist nicht als Wettkampf gedacht“, sagt Theo Peters. „Es geht darum, Erfahrungen und Beobachtungen zu machen.“

 Die Augen ausnahmsweise schließen und ganz besonders die Ohren spitzen war die Aufgabe bei Station Nummer sechs, dem „Waldkonzert“. Kinder und Lehrer mussten sich dabei ganz ruhig verhalten. Die Schüler sollten dann all die Geräusche aufschreiben, die sie hören. Unterscheiden sollten sie dabei zwischen Natur- und naturfremden Geräuschen.

 „Wir haben Bienen und Vögel gehört“, erzählt Felicitas aus der 4c der Gemeinschaftsgrundschule Burg Hackenbroich. Klassenkamerad Tim hat  sogar einen Spatz erkennen können. Und natürlich habe man auch den Wind gehört, sagt er. Außerdem haben die Viertklässler ein Rascheln im Gebüsch wahrgenommen. Einige von ihnen glauben auch, ein Flugzeug gehört zu haben.

 Dass die Schüler ausnahmsweise nicht im Klassenzimmer sitzen und lernen müssen, finden natürlich alle Kinder spitze. „Am meisten Spaß macht es, dass wir uns bewegen und die Natur erleben können“, sagt Esil aus der 4c. Ihre Klasse gehört schon zu den kleinen Waldexperten. In einer Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit haben sie beispielsweise schon ein Bienenhotel gebaut.

Die Entdeckungstour im Wald passt auch zum Schulunterricht in der Grundschule, bei dem das Ökosystem Wald auch Thema ist. „Bei der Waldrallye können die Schüler ihre Wahrnehmung schärfen“, sagt Moritz Klein, Lehrer an der Gemeinschaftsgrundschule in Hackenbroich.

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