Dormagen: Behörden wollen ab sofort an Unfallkreuzung Raser blitzen

Dormagen : Behörden wollen ab sofort an Unfallkreuzung Raser blitzen

Den Temposündern im Kreuzungsbereich der Franz-Gerstner-Straße/Provinzialstraße (L 380/L 280) geht es jetzt an den Kragen. Die Stadt will in Zusammenarbeit mit der Polizei den Rasern den Kampf ansagen und durch regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen die Verkehrssünder zur Kasse bitten. So lange, bis auf der Neusser Straße (L 380), aus Fahrtrichtung Nievenheim kommend, ein stationärer Starenkasten installiert wird. Darüber informierte Bürgermeister Erik Lierenfeld am Mittwochabend die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses. Die zeigten sich ebenso wie der Verwaltungschef geschockt über die hohe Zahl an Geschwindigkeitsverstößen in diesem Bereich. Die Stadt hatte auf die Unfallserie dort reagiert und mittels einer "Black-Box" die Geschwindigkeit der Autofahrer gemessen. Dabei wurden 2239 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, bei insgesamt 36.290 Fahrzeugen, die innerhalb der Woche die Black-Box passierten. Diesen Autofahrern passierte noch nichts, das wird jetzt anders. "So lange, bis der feste Starenkasten dort steht, werden wir jetzt blitzen", so Lierenfeld.

Keine Chance gibt es, die Ampelsteuerung so zu verändern, dass die Linksabbieger von der Franz-Gerstner-Straße in Richtung Delhoven ein komplettes Rot/Gelb/Grün-Signal erhalten. Weil in diesem Fall der Geradeausverkehr aus Richtung Nievenheim eine Rotschaltung erhielte, würde sich in den Morgenstunden ein viel zu großer Rückstau bilden. Für die CDU hatte Thomas Sollik diesen Gedanken aufgeworfen, um so "die Zahl der Unfälle auf Null zu reduzieren". Anfang 2019 soll die Kreuzung laut Landesbetrieb Straßen NRW komplett umgebaut und so entschärft werden. Das Projekt steht nach Information von CDU-Politiker Hermann Harig auf Platz sieben der Prioritätenliste des Regionalrates Düsseldorf.

(schum)