Behindertenverein in Dormagen Entscheidung über Förderung vertagt

Dormagen · Der Behindertenclub Dormagen muss sich gedulden: Noch ist unklar, ob von Seiten der Stadt Geld fließen wird, damit der Club weiter bestehen kann.

Ingrid Klein und der cbf brauchen Unterstützung.

Ingrid Klein und der cbf brauchen Unterstützung.

Foto: Andrea Lemke

Weiterhin in Ungewissheit bleibt der Club Behinderter und ihrer Freunde (cbf). Er benötigt vor allem um den Behindertenfahrdienst weiter sicherstellen zu können, personelle Unterstützung. Ob dies weiterhin der Fall sein kann, ist unklar. Das Thema wurde in der letzten Ratssitzung nicht behandelt, sondern in den Hauptausschuss verwiesen. Letztlich geht es ums Geld. Um die bisherige Tätigkeit zu sichern, soll die vorhandene Halbtagskraft weiter beschäftig und hierfür eine Stelle im Umfang von 19,5 Wochenstunden eingerichtet werden. Im Rahmen der Förderung des ehrenamtlichen Engagements dient diese halbe Stelle, so die Verwaltung, auch dazu, die Geschäftsstelle der Bürgerstiftung Dormagen zukünftig zu entlasten und die Koordination der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfen fortzuführen. Die Personalaufwendungen betragen jährlich etwa 25.500 Euro. Der Verein cbf hatte sich hilfesuchend an den Bürgermeister gewandt. Er stehe mit seinen 260 Mitgliedern kurz vor dem Aus, da sich für den amtierende Vorstand keine Nachfolge findet. Bei der Mitgliederversammlung im März 2024 droht daher die Auflösung des Vereins, mit der Folge, dass auch der Behindertenfahrdienst enden würde. Der übernimmt gegen eine geringe Aufwandsentschädigung jährlich rund 1700 Fahrten, insbesondere für Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.