1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Begeisterung für Nanotechnologie

Dormagen : Begeisterung für Nanotechnologie

Knechtsteden(damü) "Viele Menschen haben schon von Nanotechnologie gehört, aber die wenigstens wissen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt." Eben dies will Dr. Raimund Sauter, wissenschaftlicher Projektbegleiter des "nanoTrucks", zusammen mit seinen Kollegen ändern. Seit zwei Jahren ist der stattliche Truck von 16 Metern Länge im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in der Republik unterwegs. Am Dienstag machte der blaue Truck Station am Norbert-Gymnasium in Knechtsteden.

Knechtsteden (damü) "Viele Menschen haben schon von Nanotechnologie gehört, aber die wenigstens wissen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt." Eben dies will Dr. Raimund Sauter, wissenschaftlicher Projektbegleiter des "nanoTrucks", zusammen mit seinen Kollegen ändern. Seit zwei Jahren ist der stattliche Truck von 16 Metern Länge im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in der Republik unterwegs. Am Dienstag machte der blaue Truck Station am Norbert-Gymnasium in Knechtsteden.

Interessant ist das Innenleben des Lkw: Auf einer Ausstellungsfläche von 60 Quadratmetern gibt es reichlich Raum für theoretische Wissenschaft und Nanotechnik "live". Vier Schülergruppen nutzen die Gelegenheit für eine begleitete Führung. Ab 13 Uhr war der Bus dann für alle Interessierten für eineinhalb Stunden geöffnet.

"Die Nanotechnologie ist eine der Zukunftsbranchen für Deutschland", ist der Naturwissenschaftler Dr. Christian Deutscher überzeugt. Ob in der Medizin bei der Krebsbekämpfung, bei der Herstellung kratzfester Autolacke oder als UV-Schutz in Sonnencreme - Nanotechnik überzeugt besonders durch ihre vielseitige Anwendbarkeit.

  • Corona im Rhein-Kreis Neuss : Sieben-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 15,3
  • Der Mann aus Hackenbroich wird vermisst.
    Polizei bittet um Mithilfe : Mann aus Hackenbroich seit Wochen vermisst
  • In der Römer Therme können Badegäste
    Teilweise Einlass-Stopp : Großer Andrang in Dormagener Freibad

Im Allgemeinen geht es bei dem interdisziplinären Wissenschaftszweig vor allem um die Erforschung von Strukturen unter 100 Nanometer, wobei ein Nanometer dem milliardsten Teil eines Meters entspricht.

Bei der Bearbeitung dieser mikroskopischen Größe und in der wissenschaftlichen Anwendung nimmt Deutschland nach Auskunft der Truck-Begleiter im europaweiten Vergleich eine Spitzenposition ein - eine Tatsache, die seit zwei Jahren auch durch den "nanoTruck" weiter gefördert werden soll. Diese führende Position soll mit dem Interesse der Jugend für diese Wissenschaft gehalten und verstärkt werden.

"Wir möchten nicht nur theoretisch bleiben, sondern auch praktische Anwendungsfelder unserer Technologie präsentieren", erklärte Projektmitarbeiter Sauter. Eben dies kam auch bei den Schülern gut an. Markus Sandkaulen und Stephanie Geldmacher aus dem Physikkurs der 13-Jahrgangsstufe besuchten eine Führung im Truck und zeigten sich anschließend sehr beeindruckt.

"Ich habe mich schon privat mit der Nanotechnologie beschäftigt, aber hier gab es zusätzliche Informationen", erklärte die 18-Jährige Stephanie. Ihr Stufenkollege Markus ergänzte: "Ich hatte von Nanotechnik vorher nicht viel Ahnung, aber interessant war es wirklich."

Ob der Lotusblüteneffekt auf Essbesteck, beschichtete Grillpfannen zur verbesserten Wärmeisolierung oder die Optimierung von Computerchips - das Anwendungsgebiet dieser noch vergleichsweise jungen Technologie scheint unerschöpflich zu sein, eine Auseinandersetzung mit der naturwissenschaftlichen Disziplin durchaus nützlich.

Eben jene Chance bekamen die Schüler des Norbert-Gymnasiums und nutzten diese zahlreich nach ihrem Schulschluss. Die Begeisterung der Truck-Crew für diese Technologie übertrug sich auf die Jugendlichen.

(NGZ)