Begegnungen in Dormagen: Abschluss der Interkulturellen Woche

Begegnungen in Dormagen : Zusammenhalt bei Interkultureller Woche

Viele Begegnungen und Gebete für ein besseres gegenseitiges Verständnis.

Hin- und hergerissen zwischen Zufriedenheit und leichter Enttäuschung zeigte sich Mehmet Güneysu, Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Dormagen bei seiner Bilanz zur Interkulturellen Woche: „Es ist schön, dass einige Besucher unser Angebot angenommen haben und die verschiedenen Religionen und Kulturen kennen lernen wollten, aber es hätten ruhig mehr Teilnehmer sein können“, sagte Güneysu. So war die Besichtigung der Moschee sehr gut besucht, andere Angebote weniger gut. Beim Abschluss mit dem „Tischlein-Deck Dich“ kamen auch einige Asylbewerber aus den Unterkünften in Nievenheim und Horrem dazu und berichteten über die Integration. Fest steht schon jetzt: „Es wird weiter die Interkulturelle Woche für einen noch besseren Austausch geben“, so Güneysu.

Diesen September stand sie bundesweit unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“. Sie sollte den Dormagenern bewusst machen, dass alle gemeinsam zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen sollten. Den Auftakt in Dormagen bildete traditionell die interreligiöse Begegnung, zu der der Dormagener Rat der Religionen mit der Pfarre St. Michael zu Gebeten, Musik und Gesprächen ins Römerhaus eingeladen hatte. Dort hatte Gemeindereferent Martin Brendler für den katholischen Gastgeber ein selbst geschriebenes Lied zum Zusammenleben und .wachsen vorgetragen. Auch Simon Schmidt von der neuapostolischen Gemeinde sang ein selbst geschriebenes Lied, das vom Brückenbauen handelte. Vize-Bürgermeister Michael Dries betonte in seinem Grußwort, dass auch die Stadt Dormagen, die gerade ihr 50-Jähriges feiert, zusammenwachsen musste: „Aus vielen kleinen verschiedenen Einheiten wird trotz einiger Unterschiede eine Gemeinschaft.“ Für die Baptistenkirche zitierte Fabian Herwig die berühmte Gleichstellungs-Rede Martin Luther Kings: „Ich habe einen Traum.“ Armin Moghaddam sprach ein Gebet für die Bahai, ebenso Muhammed Celik für die Moslems und Michael Dries für die Protestanten – gemeinsam wurde das Gebet der Vereinten Nationen gesprochen.