Dormagen: Bayer-Männerchor begeistert mit bekannten Songs

Dormagen: Bayer-Männerchor begeistert mit bekannten Songs

Unter der Leitung von Roland Steinfeld gab es ein Repertoire vom Phantom der Oper bis zum Chianti-Lied zu hören.

Um ein Haar hätten Teile des Programms des jüngsten Konzertes des Männerchors Bayer Dormagen wegfallen müssen. Bariton Andreas Post - dem Publikum vom Jubiläumskonzert des Männerchores 2017 noch in bester Erinnerung - musste wegen einer Bronchitis absagen. Welch Glück, dass sein Kollege aus Detmold, der Bariton Gunnar Frietsch sich kurzfristig bereit erklärte, für ihn einzuspringen und das, obwohl er Teile des doch recht vielseitigen Programms aus der Welt des Musicals vorher noch nicht in seinem Repertoire hatte. Doch wurde alles gut.

Unter der überaus engagierten Leitung Roland Steinfelds, der neben seinem Dirigat erneut auch seine Moderatorenqualitäten unter Beweis stellte, präsentierten sich die Herren des Chores bestens gelaunt mit einem musikalischen Querschnitt aus "Melodien, die man nie vergisst".

Unter dem Motto "Vom Phantom der Oper bis zum Chianti-Lied" stand neben so manchem guten alten Schlager vor allem das amerikanische Flair der Musical-Melodien im Fokus des Nachmittags in der Aula des Norbert-Gymnasiums. Instrumental unterstützt durch Frank Hoppe am Klavier; Ingo Nelken sorgte mit seiner Flöte für eine zusätzliche Klangfarbe. Und nicht zu vergessen der Sopran Sabine Laubach, die gleichfalls schon beim Jubiläumskonzert als Csárdásfürstin für allgemeine Begeisterung gesorgt hatte. Ob nun die Eröffnung mit John Kanders "Cabaret", oder einer Reise durch Leonard Bernsteins Musicalschaffen, bei dem die "West Side Story" nicht fehlen durfte, ob mit Welthits, wie "Evita", "Cats" oder "Phantom of the Opera" von Andrew Lloyd Webber, man bot dem überaus zahlreichen Publikum schwelgerische Kost. Indes alles ins Deutsche übersetzt.

Die Arrangements durch Steinfeld legten neben den solistischen Passagen viel Wert darauf, dem Chor die nötige Bühne zu bieten, immer wieder durften die Herren die eingängigen Melodien mitsingen, den süßlichen Charme dieser Musik auskosten. Aber auch rein Solistisches wurde geboten, so etwa die mit ihrem musikalischen und ästhetischen Anspruch herausragende Sopranarie "Glitter and be Gay" aus Bernsteins Candide - zum Glück im englischen Original!

Nach der Pause begeisterte der Chor mit Hits wie "Hallelujah" von Kobi Oshrat - Eurovision Song Contest 1979 -, "An den Flüssen von Babylon" in einer mehr als überzeugenden Version von Steinfeld, "Irgendwo auf der Welt", aus dem Ufa-Film "Ein blonder Traum", oder auch dem Italo-Klassiker "Funiculi-Funicula". Gegen Ende des Programms blieb es Italienisch, so etwa mit dem Chianti-Lied und einem Potpourri von Gerhard Winkler.

(NGZ)