Baustopp aufgehoben: Baugenossenschaft Dormagen baut 92 Wohnungen

Baugenossenschaft Dormagen : Meilenstein für Wohnraum in Mitte

Die Baugenossenschaft darf ihre „Höfe am alten Wochenmarkt“ bauen.

Die Zeit des Wartens ist vorbei. Die „Höfe am alten Wochenmarkt“ an der Helbüchel- und der Friedrich-Ebert-Straße werden bald gebaut: Bürgermeister Erik Lierenfeld überreichte dem Vorstand der Baugenossenschaft Dormagen nun die Baugenehmigung für 92 neue barrierearme Wohneinheiten. Der Spatenstich ist für Februar 2019 geplant, der Bezug der ersten Häuser für Mitte 2020. „Mit diesem Projekt entsteht innenstadtnah mehr Wohnraum für unsere Bürger. Mehr Wohnraum zu schaffen, bleibt ein stadtteilübergreifendes Ziel, weil der Bedarf überall weiter steigt. Dieses Projekt ist deshalb für die Stadt ein wichtiger Meilenstein“, sagte Lierenfeld.

Zuvor lag das Projekt lange auf Eis, weil erst durch ein Gutachten geklärt werden musste, dass die neuen Wohnungen nicht im sogenannten Achtungsbereich von Störfallbetrieben liegen. Im Seveso-Gutachten wurde detailliert festgelegt, welche Liegenschaften in Dormagen besondere Schutzmaßnahmen wegen des nahen Chemparks einhalten müssen. Jetzt gab es die Baugenehmigung durch die Stadt.

Die Baugenossenschaft hatte bereits 2014 breite Zustimmung von Behörden und Politik für das Neubauvorhaben erhalten. Im Herbst 2017 begann nach einer „Abrissparty“ für die bisherigen Bewohner der Abriss der Baugenossenschafts-Häuser zwischen Ubier- und Helbüchelstraße. Nach dem langen Stillstand hofft die Baugenossenschaft nun auf zügige Arbeiten: „Wir haben die lange Vorlaufzeit genutzt, um die Bauplanung in Abstimmung mit der Stadt weiter zu optimieren“, erklärte Vorstandsmitglied Martin Klemmer: „Nun setzen wir alles daran, die drei Bauabschnitte schnellstmöglich zu realisieren.“

Die „Höfe am alten Wochenmarkt“ entstehen auf Grundstücken der Baugenossenschaft an der Friedrich-Ebert- und der Helbüchelstraße: Anstelle der alten, nicht mehr wirtschaftlich zu unterhaltenden Objekte entstehen dort 90 barrierearme Zwei- und Drei-Raumwohnungen, Fünf-Raum-Stadthäuser sowie zwei betreute Wohngruppen. Neue Grünkorridore und Aufenthaltsflächen an den Häusern sind ebenso geplant wie oberirdische Pkw-Stellplätze.

„Die Nachfrage ist bereits gigantisch“, unterstrich Vorstandsmitglied Axel Tomahogh-Seeth: „Wir wollen auch körperlich beeinträchtigten Menschen hochwertigen Wohnraum in City-Nähe bieten, denn hier sind die Wege kurz und die Nahversorgung ist optimal.“

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