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Bauprojekt in Dormagen: Sorgen um Fördermittel für Lernort 

Bauprojekt in Dormagen : Sorgen um Fördermittel für den Lernort Horrem

Es geht um viel Geld, wenn am 21. Juli die Mitglieder des Betriebsausschusses Eigenbetrieb zu ihrer ersten „Corona-Sitzung“ zusammenkommen. Denn im Rathaus erhofft man sich einen positiven Beschluss zum Lernort Horrem.

Es geht um viel Geld, wenn am 21. Juli die Mitglieder des Betriebsausschusses Eigenbetrieb zu ihrer ersten „Corona-Sitzung“ zusammenkommen. Denn die Rathaus-Verwaltung erhofft sich von ihnen einen positiven Beschluss zum Lernort Horrem. Ein Projekt, bei dem es ebenso wie bei der Sekundarschule mächtig hakt. Ein Projekt, bei dem die Finanzierung in der Schwebe ist, jedenfalls was Zuschüsse des Landes betrifft. Ein Projekt, das nach aktuellen Schätzungen insgesamt 21 Millionen Euro teuer ist.

Aufgrund dieser Kostenexplosion hat Bürgermeister Erik Lierenfeld die Reißleine gezogen. Er lässt statt Sanierung und Umbau einen Neubau vorbereiten. Über diese Planung soll der Ausschuss entscheiden. Sollte er das tun, dann wissen die Mitglieder zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht, wie teuer ein komplett neuer Lernort, der neben der Christoph-Rensing-Grundschule, eine Kita, Turnhalle und Begegnungsstätte umfasst, werden wird.

So können die Aussagen verstanden werden, die aus dem Rathaus kommen. Denn für das bisherige, letztlich gescheiterte Umbau- und Sanierungsprojekt hatte das Land schon Städtebaufördermittel in Höhe von 4,3 Millionen Euro zugesagt. „Ob das auch für ein Neubauvorhaben gilt, weiß ich nicht“, sagt Erster Beigeordneter Robert Krumbein. Er möchte erst von der Politik wissen, wohin baulich die Reise gehen soll, um in einem zweiten Schritt in Düsseldorf um Fördergelder zu werben.

Deutlich klarer sieht es bei den Fördermitteln aus, die aus Berlin nach Dormagen fließen: Der Bund hat für den Neubau einer viergruppigen Kindertagesstätte 2,2 Millionen Euro zugesagt. Das sind 90 Prozent der Gesamtkosten, so dass zehn Prozent der Kosten bei der Stadt verbleiben. Der Fördertitel lautet hier „Soziales Quartier“.

Allerdings sind die Gelder zeitlich befristet. Das heißt: „Die 2,2 Millionen Euro müssen bis Ende 2022 ausgegeben sein“, erklärt Krumbein. Im Eigenbetrieb wird ein Neubau von Kita und Grundschule „aus einem Guss“ favorisiert, wie der Beigeordnete erklärt. Aufgrund des verzwickten Zuschnitts des städtischen Grundstücks in Form eines „T“ ist eine kreative Architektenplanung vonnöten.

Dem Eigenbetrieb fällt in den nächsten Monaten und Jahren eine besondere Rolle zu. Denn alleine im Schulbereich sollen zig Millionen Euro investiert werden. Der „Zukunftsplan Schule“ mitsamt eines Neubaus der Realschule, Um- und Neubauten sowie Sanierungen wird sicher die 200-Millionen-Euro-Grenze passieren.

(schum)