Bauprojekt im Chempark: 100 Tonnen schwere Turbine für Ineos

Bauprojekt im Chempark : 100 Tonnen schwere Turbine für Ineos

Drei Mega-Kräne hieven die die Gasturbine vom Hafen des Chempark zum Kraftwerksneubau bei Ineos. Es war die erste Gasturbine, weitere werden folgen.

Das Kran- und Schwertransport-Unternehmen HKV Schmitz+Partner aus Köln hat jetzt drei 500-Tonnen-Krane eingesetzt, um eine Gasturbine vom Hafen des Chemparks zu einem Kraftwerksneubau im direkt angrenzenden Werk von Ineos zu transportieren. Dabei hoben zwei Mobilkrane die Turbine aus einem Frachtschiff auf ein Schwertransport-Fahrzeug und ein Raupenkran LR 1500 setzte sie nach Ankunft im Ineos-Werk auf einem Vormontageplatz ab.

Bei Ineos im Chempark wird zurzeit ein neues Gas- und Dampfkraftwerk zur Eigenversorgung gebaut. Unterstützt wird dieses Projekt durch HKV Schmitz+Partner GmbH, die sowohl das Engineering als auch die Kraneinsätze übernimmt. Von der Baustellenbesichtigung und Bedarfsanalyse, über die computergestützte Planung mit CAD übernimmt HKV die technische Überprüfung und die zeichnerische Darstellung des Ablaufs und die dazugehörige Gefährdungsbeurteilung für eine effektive und sichere Durchführung der Arbeiten.

Die Kesselbrücke als extrem absenkbares Schwertransport-Fahrzeug war ideal, um Rohrbrücken zu unterfahren. Foto: Liebherr/Lectura Press

Für das Kraftwerk wurde nun die erste Gasturbine per Binnenschiff angeliefert. Die beiden Kräne waren für das Ausheben aus dem Schiff und die Positionierung auf eine Kesselbrücke mit dem maximalen Ballast von 165 Tonnen ausgerüstet worden. Die Abstützung der Kräne am Kai war eine Herausforderung, da die Stützen in Richtung des Schiffes über das Gleis eines Hafenkranes positioniert werden mussten. So war eine sehr genaue Berechnung der Einleitung der Stützkräfte erforderlich, eine spezielle Überbauung des Gleises musste hergestellt werden. Beim Einfahren der Turbine in das Ineos-Werk waren viele Rohrbrücken zu unterfahren. Da erwies sich die Kesselbrücke als extrem absenkbares Schwertransport-Fahrzeug als ideal. Das Abheben der Last und der Ablage auf dem Vormontagefeld der Baustelle war dann für denKran nicht mehr als Routine. Die Turbine zu einem späteren Zeitpunkt im Kraftwerk zu positionieren, wird für Kran und Fahrer die herausforderndere Aufgabe sein.

Die Stell- und Fahrfläche für den LR 1500 war perfekt vorbereitet. Foto: Liebherr/Lectura Press

Das Unternehmen HKV hatte im März dieses Jahres mit dem LR 1500 den ersten Raupenkran seiner Firmengeschichte beschafft. Wichtige Kriterien bei der Beschaffung waren die kurzen Rüstzeiten und die hohen Tragkräfte trotz einer sehr kompakten Bauweise. Geschäftsführer Michael Schmitz, der für das Projekt bei Ineos verantwortlich ist, freute sich, dass die Entscheidung richtig war: „Wir haben im Laufe der Planung des Gas- und Dampfkraftwerk-Projektes, das ja bereits vor gut einem Jahr begonnen wurde, festgestellt, dass dort der LR 1500 von Liebherr der perfekt passende Kran ist. Wir müssen schwere Lasten über eine Bongossi-Fahrbahn verfahren und in die Baustelle einheben. Daher ist eine Raupe erforderlich. Die starken Werte des LR 1500 zusammen mit der guten Bedienbarkeit und der Sicherheit des Kranes zahlen sich bei diesem Projekt aus. So können wir Ineos  mit dem modernsten Raupenkran in dieser Klasse das bestmögliche Instrument zur Verfügung stellen.“ Auch Kranfahrer Burkhard Forke war voll des Lobes für sein Arbeitsgerät: „Im Vergleich zu den anderen Raupenkranen, welche ich bisher bedient habe, ist er mit all den Überwachungen und Features eine präzise und noch sicherere Maschine. Das Rüsten gestaltet sich noch sicherer und zugleich einfacherer.“

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