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Dormagen: Baumkauf wird zum Event

Dormagen : Baumkauf wird zum Event

Nordmanntannen erfreuen immer größerer Beliebtheit. Viele Dormagener Familien schlagen die Bäume gern selbst. Aber auch die Kunsttanne ist nachgefragt. Beim Schmuck darf's in diesem Jahr ein bisschen bunter sein.

Petra Schnee-Berchem hofft auf weiße Weihnacht. "Wenn Schnee liegt, macht das Christbaum schlagen erst richtig Spaß", sagt sie. "Zuviel sollte allerdings nicht fallen, dann sieht man die Bäume nicht mehr." Die Berchems haben 200 Meter hinter ihrem "Grenzhof", vor den Toren von Zons, seit vielen Jahren eine Tannen- und Fichtenschonung. Kunden können dort ihren Lieblingsbaum markieren und kurz vor dem Fest schlagen lassen oder selbst mit der Säge ans Werk gehen.

"Besonders Familien machen aus der Baumsuche und dem Schlagen ein Event und können sich anschließend bei einem Becher Glühwein am Feuer wärmen", sagt Petra Schnee-Berchem. Wählen kann man zwischen "lebendem" Baum mit Ballen oder der gefällten Variante. Ganz billig ist der Baum vom Bauern nicht: 20 bis 30 Euro muss man für die 1,60 bis 2,50 Meter hohe Tanne schon ausgeben. "Dafür sind die Bäume an Weihnachten ganz frisch", erklärt Petra Schnee-Berchem. Neben der Nordmanntanne und der klassischen Blaufichte gibt es auch exotische Sorten wie Korea- oder Coloradotannen, letztere mit längeren Nadeln.

Wer's etwas günstiger mag, kauft den Baum im Baumarkt. "Wir haben nur Nordmanntannen — die günstigsten für 9,99 Euro", sagt Thomas Kostkowski vom Hagebaumarkt im Gewerbegebiet Top West. Bereits Ende November hat dort der Ansturm auf die Christbäume begonnen. "Künstliche Bäume sind bei uns teilweise schon ausverkauft", berichtet Kostkowski. Für diesen künstlichen Baum, der alle Jahre wieder ins Wohnzimmer darf, muss man schon je nach Material 109 bis 249 Euro hinblättern.

Spätestens dann, wenn der Baum im Wohnzimmer steht, sollte man sich über den Schmuck Gedanken machen. "Klassisches Rot, dazu die Naturtöne Braun und Grün, stehen immer hoch im Kurs", verrät Anke Breidenbach vom Ring-Center. Jedoch hat die Mitarbeiterin der Abteilung "Geschenke und Dekoration" noch einen ganz neuen Trend ausgemacht: "Blau gefrostet — das kaufen die Leute wie verrückt." Auch Rolf Ladermann vom Dekorationsladen "Ropina" in der Kölner Straße hat sich mit grellen Farben eingedeckt. "Allerdings nicht mehr mit Blau — damit bin ich vor zehn Jahren böse auf die Nase gefallen." Stattdessen finden Kunden bei ihm viel Lila, Pink und zudem Keramik-Ornamente. Sein letzter Schrei: Yankee Candles aus den USA, entweder in Gläsern oder als Taps für Duftlampen. Die kann man zwar nicht an den Baum hängen, jedoch verbreiten sie allerhand weihnachtliche Düfte.

(NGZ)