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BasilikaNight Knechtsteden soll jungen Leute Kirche mal anders bieten

Basilika Knechtsteden : Basilika-Nacht ist „Kirche mal anders“

In der Knechtstedener Klosterbasilika wird am 10. November die erste „BasilikaNight“ für junge Menschen angeboten. Dabei geht es um Ruhe und Stille genauso wie um Antworten finden, Gemeinsamkeiten und miteinander Sprechen.

Die Basilika Knechtsteden ist für junge und alte Besucher gleichermaßen ein faszinierender Ort. Ob bei einer Heiligen Messe, beim Festival Alte Musik oder einem anderen Konzert oder „nur“ bei einer Besichtigung: Stets ist das Besondere dieser Klosterkirche zu spüren. Speziell an junge Menschen und diejenigen, die bisher keinen Zugang zur Kirche haben, richtet sich jetzt eine „Basilika-Nacht“, die erstmals am Samstag, 10. November, ab 18.30 Uhr in Knechtsteden angeboten wird. Der Eintritt zur „Basilika-Nacht“ ist selbstverständlich frei.

Der Ansatz zu der Veranstaltung ist spannend: Junge Menschen und Kirche – Kirche für junge Menschen – darum geht es bei der ersten „BasilikaNight“ in Knechtsteden. „Es ist uns wichtig, auch diejenigen Menschen, die bisher nicht so viel mit Kirche zu tun oder sich sogar von ihr und dem Glauben entfernt haben, anzusprechen,“ erklärt Pater Innocent Izunwanne, der Obere der deutschen Spiritaner, die Idee, die hinter „BasilikaNight“ im Kloster Knechtsteden steckt.

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Deshalb wollen der Ordensmann und seine Mitstreiter Petra Felix, Shawn Kühn und Diana Spix in Knechtsteden mal etwas anderes ausprobieren, etwas Neues auf den Weg bringen. „Natürlich,“ erklärt Petra Felix, die in der Gemeindearbeit engagiert ist, „müssen die Menschen für die BasilikaNight zu uns kommen – aber wichtig ist uns, dass wir dann den ersten Schritt machen, Angebote aufzeigen und auf sie zugehen.“ Denn neben Raum und Zeit für Ruhe und Stille wird die „BasilikaNight“ auch Möglichkeiten zur Begegnung bieten. Das Angebot zum Gespräch kann angenommen und abgelehnt werden, wenn jemand die Ruhe bevorzugt.

Es geht um „Kirche mal anders“, wie Belinda Peters von der Öffentlichkeitsarbeit der Spiritaner, der Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist, auflistet: Wer Kirche einmal auf eine besondere Art und Weise erleben möchte, wer Impulse und Musik allein oder mit anderen genießen will, wer einen Raum braucht, um seine Gedanken schweifen zu lassen, wer das ungezwungene Gespräch über Gott und die Welt sucht, wer die Basilika in Knechtsteden oder vielleicht auch sich selber mal in einem anderen Licht sehen will – der ist bei der „BasilikaNight“ richtig.

„Wir wünschen uns“, so Pater Innocent, „dass viele Menschen sich darauf einlassen, Kirche an diesem Abend noch einmal neu und anders zu erfahren.“ Wenn das Angebot gut angenommen wird, können sich der Ordensmann und seine Mitstreiter gut vorstellen, die „BasilikaNight“ zu einer festen Institution in Knechtsteden werden zu lassen.

Das Kloster Knechtsteden ist eine ehemalige Prämonstratenser-Abtei aus dem frühen 12. Jahrhundert, die sich seit 1896 im Besitz des Spiritanerordens befindet. Die Basilika, die täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet ist, ist keine Pfarrkirche. Knechtsteden gehört zur Pfarrgemeinde St. Agatha in Straberg im Seelsorgebereich Dormagen-Nord. Rektor der Kirche (rector ecclesiae) und verantwortlich für die Seelsorge an der Basilika ist Pater. Camille Tshivuila CSSp. Auch kunst- und kulturhistorisch interessierte Besucher können die Basilika bewundern, die in zwei Bauabschnitten 1138 bis 1151 und 1151 bis 1181 im romanischen Stil als Stiftskirche der Prämonstratenser Abtei errichtet wurde.