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Dormagen: Bald jeder dritte VHS-Kursus fällt aus

Dormagen : Bald jeder dritte VHS-Kursus fällt aus

Der "Restaurant-Knigge für Erwachsene" fiel durch. Auch der Kursus für Körpersprache kam bei den Dormagenern nicht an. Zwei Beispiele von Angeboten der Volkshochschule, die nicht den Nerv der Kunden trafen und die abgesagt werden müssen. Kein Einzelfall: "Im vergangenen Jahr mussten etwa 27 Prozent der Kurse abgesagt werden – mangels Masse", sagt VHS-Leiterin Claudia Stawicki. Eine finanzielle Belastung für die Stadt entsteht dadurch nicht, denn die Honorare für die Dozenten brauchen in diesen Fällen nicht gezahlt zu werden. Die Teilnehmerentgelte übersteigen die Honorare um fast ein Drittel.

Gerade wenn neue Kurse aufgelegt werden, ist es für die Verantwortlichen ausgesprochen schwierig zu prognostizieren, wie erfolgreich das Angebot sein wird. Beispiel das Thema "Kommunikation", wo es um Gesprächsführung, Telefonverhalten und um Rhetorik geht. Stawicki: "Im ersten Semester ist die Nachfrage ausgesprochen gering, im nachfolgenden Semester dann wieder sehr stark – das Nutzerverhalten ist einfach sehr unterschiedlich." Die Amtsleiterin will nicht ständig nach der Quote schauen, ihr ist es wichtig, den Dormagenern neue, zeitgemäße Angebote zu unterbreiten und ihnen etwas Zeit zu lassen, diese auch anzunehmen. "Oft dauert es ein wenig, ehe die Akzeptanz da ist." Eine Haltung, die Jürgen Mrohs, Leiter des Kultur- und Sportbetriebs, teilt: "Es sind auch oft Experimente: Ein neuer Kurs läuft sehr gut, ein anderer fällt aus."

Sehr gut angenommen werden die Kurse, in denen der Umgang mit Demenzkranken vermittelt wird. Claudia Stawicki greift nach Ostern einen Vorschlag des Landesverbandes auf, von dem sie sich einiges verspricht: erstmals wird es einen "Rollator-Kursus" geben. Darin wird den Senioren alles Wichtige in der Benutzung dieser Gehhilfe vermittelt.

(NGZ)