Dormagen: Bahnhof-Umbau verzögert sich

Dormagen : Bahnhof-Umbau verzögert sich

Der Abriss des Bahnhofsgebäudes verzögert sich weiter. Mit dem Baustart wird für den 31. Oktober gerechnet. Die SVGD will jedoch den Fertigstellungstermin Herbst 2013 weiter halten: "Zumindest bei den Außenanlagen."

Erste Arbeiten sind erledigt: Der Kiosk und der Fahrscheinverkauf ist aus dem Bahnhofsgebäude in einen Container gezogen, die Vorbereitung für die Kanalsanierung auf dem Willy-Brandt-Platz ist bereits angegangen, die Bushaltestellen sind an die Konrad-Adenauer-Straße verlegt, nur das Hauptgebäude steht noch von außen unversehrt da.

Dabei hätte es bereits Ende Juni abgerissen werden sollen. "Es waren noch Vorarbeiten zu erledigen", erklärt Klaus Schmitz, Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD), die den Umbau des Bahnhofes verantwortet. Zu diesen Arbeiten gehörten unter anderem auch die Entfernung sämtlicher Stromleitungen und die Überprüfung des Geländes durch den Kampfmittelräumdienst.

"Außerdem haben wir auf die Bewilligung der Förderung durch den VRR gewartet", sagt Schmitz. Am 28. August hatte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) die Förderung in Höhe von 612 900 Euro genehmigt. Die Gesamtkosten für Abriss, Neubau und Umgestaltung des Bahnhofes und des Vorplatzes werden bei rund drei Millionen Euro liegen.

Auch wenn der Bahnhofs-Abriss um Monate nach hinten geschoben wurde, rechnet der SVGD-Geschäftsführer weiterhin mit dem Einhalten des Zeitplanes, der eine Fertigstellung für Herbst 2013 vorsieht: "Wir liegen noch gut in der Zeit", betont Klaus Schmitz, der allerdings einschränkt, dass sich diese Prognose vielleicht nicht für die komplette Inneneinrichtung halten lassen werde: "Zumindest bei den Außenanlagen werden die Arbeiten im Zeitplan abgeschlossen werden, die Innenfertigstellung vielleicht nicht komplett."

Der Bahnhof erhält ein neues Verwaltungs- und Servicecenter der SVDG mit einer großen Fahrradstation für 354 Räder. Davor entstehen auf dem Willy-Brandt-Platz sechs Busaufstellplätze an einem Mittelsteg in "Sägezahnform" mit umlaufenden Busfahrbahnen. Dazu werden die Wege für Fußgänger und die Aufenthalts- und Warteflächen ausgebaut. Dabei wird auf eine behindertengerechte Ausstattung — erhöhte Bordsteine zur Anfahrt durch Niederflurbusse, Verbreiterung der behindertengerechten Treppenanlage von der Haltestelle "Dormagen Bahnhof" in die Fußgängerunterführung zu den Gleisen sowie ein Blindenleitsystem — Wert gelegt.

Am Bahnhof will das Unternehmen Netto eine Filiale eröffnen und dazu die Fläche des heutigen Park- & Ride-Platzes nutzen. Parkplätze wird es weiterhin geben: für 84 Autos und vier Taxen. Nach dem Umbau soll der Bahnhofsbereich erheblich aufgewertet sein.

(NGZ/rl)
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