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Dormagen: Bäderfrage: Ortspolitiker provozieren CDU-Fraktion

Dormagen : Bäderfrage: Ortspolitiker provozieren CDU-Fraktion

In der CDU-Fraktion herrscht dicke Luft – auch wenn es keiner offiziell zugeben will. Ausgerechnet heute vor der wichtigen Sitzung der Fraktion zur Zukunft der Bäderlandschaft. Den Grund für den Ärger liefert der Ortsverband (OV) Nievenheim genau zu diesem Thema: Ohne Absprache mit der Fraktionsführung haben sich die Nievenheim CDU-Mitglieder eindeutig für den Erhalt des Hallenbades ausgesprochen.

In der CDU-Fraktion herrscht dicke Luft — auch wenn es keiner offiziell zugeben will. Ausgerechnet heute vor der wichtigen Sitzung der Fraktion zur Zukunft der Bäderlandschaft. Den Grund für den Ärger liefert der Ortsverband (OV) Nievenheim genau zu diesem Thema: Ohne Absprache mit der Fraktionsführung haben sich die Nievenheim CDU-Mitglieder eindeutig für den Erhalt des Hallenbades ausgesprochen.

Mehr noch: Sie sind dagegen, dass mit städtischen Zuschüssen der Betrieb der Römertherme erhalten bleibt. "Da sollte sich die Stadt nicht mit eigenem Geld einmischen", sagte OV-Vorsitzender Frank Goertz.

Parteichef André Heryschek bemüht sich, den Ball flach zu halten: "Es ist legitim, dass sich die CDU Nievenheim für den Erhalt des Hallenbades Nievenheim einsetzt. Das ist ihre Aufgabe als Interessensvertreter der Nievenheimer Bürger." Aber er sagt auch deutlich: "Seitens des CDU-Stadtverbandes und der Fraktion müssen wir allerdings eine gesamtstädtische und nachhaltige Lösung finden."

Und die kann ganz anders aussehen. Darauf weist auch Fraktionsvorsitzender Wiljo Wimmer hin: "Diese Stellungnahmen polarisieren natürlich. Ob sich die Nievenheimer Kollegen damit einen Gefallen getan haben, ist fraglich." Im Detail mochte Wimmer die Äußerungen der Nievenheimer gestern gegenüber unserer Zeitung nicht kommentieren, das wird er ohne Zweifel in der heutigen Fraktionssitzung tun. Nur so viel: "Die Römertherme gehört ins Gesamt-Bäderkonzept." Und: "Diejenigen, die am Ende durch Abstimmung unterliegen, haben das Problem, damit umgehen zu müssen."

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Wimmer kündigte an, dass am heutigen Abend die Marschroute der CDU in der Bäderfrage geklärt wird. Auch ohne die abgestimmten Kostenschätzung der beiden Gutachter, die offenbar auch der CDU heute nicht vorliegen wird. Wimmer beruft sich auf die Ausführungen des Bäder-Experten Altenburg, der schon vor zwei Jahren den Abriss beider Hallenbäder und einen Neubau in der Stadtmitte empfohlen hatte. "Es liegt auf der Hand, dass dies, auch mitsamt der Folgekosten, kostengünstiger ist, als zwei alte Bäder zu sanieren." Diese Auffassung vertritt übrigens auch Parteichef Heryschek.

(NGZ/rl)