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Dormagen: Bäder-Gipfel soll Kosten klären

Dormagen : Bäder-Gipfel soll Kosten klären

Die SVGD, Betreiber der beiden städtischen Hallenbäder, bringt in der kommenden Woche die beiden Gutachter an einen Tisch. Dort sollen abschließend die tatsächlichen Sanierungskosten ermittelt werden.

Die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (kurz: SVGD) geht in die Offensive: Am Donnerstag nächster Woche wird es einen "Bäder-Gipfel" geben, auf dem die Kosten für die Sanierung der beiden Hallenbäder in Nievenheim und in der Stadtmitte ermittelt werden sollen.

"Wir wollen Licht ins Dunkel bringen", sagt SVGD-Chef Ulrich Pfister. Unter Leitung der SVGD werden der Dormagener Ingenieur Norbert Brauer und der Statik-Experte des Hamburger Ingenieur-Büros Geising+Böker, Niels Grabbe sitzen. Das Ingenieurbüro Altenburg, die als ausgewiesene Experten in Sachen Bäder gelten und schon beim Umbau der Bäderlandschaft in Neuss ein umfassendes Gutachten erstellten, hatten die Statiker Geising+Böker mit einer Begutachtung beauftragt. Pfister: "Eine reine Begutachtung, ohne Bohrmeißel. Altenburg empfahl uns eine detaillierte Untersuchung."

Die nahm dann Norbert Brauer vor. "Das Altenburg-Gutachten habe ich erst nach Abschluss meiner Untersuchung gesehen", so Brauer. Seitdem gibt es Irritationen über die tatsächliche Höhe des Sanierungsbedarfes. Es liegen höchst unterschiedliche Millionen-Beträge in der Luft. "Wir werden das jetzt aufklären", so Pfister. Das heißt, in diesem Gespräch soll klar werden, wer was wie untersucht hat und welche Sanierungskosten sich daraus ergeben. "Dann werden wir gefestigte Zahlen haben." Die SVGD spricht bislang von einem Sanierungsbedarf von etwa 15 Millionen Euro. Die Bäder-Initiative "BAD" zweifelt diese Höhe an und vertritt die Meinung, dass die notwendigen Kosten wesentlich niedriger lägen.

"Klar ist", sagt SVGD-Chef Pfister, "dass ein Neubau in der Stadtmitte kapazitätsmäßig mit acht Bahnen immer preisgünstiger ist als beide Bäder zu sanieren." In der Diskussion ist (auch) ein Vorschlag der CDU Stadtmitte, die einen Neubau am Straberg-/Nievenheimer See für sinnvoll hält. Welche Auswirkungen hätte dies auf das Schulschwimmen? Aktuell nutzen 14 Schulen das Bad an der Robert-Koch-Straße, sechs das Bad in Nievenheim. "Wenn der Transport gewährleistet wäre, sähe ich das leidenschaftslos", sagt Klaus Krützen, Rektor der Hermann-Gmeiner-Hauptschule.

Mit den dritten und vierten Klassen nutzt die Erich-Kästner-Grundschule das Bad in der Stadtmitte. "Es wäre schon lästig, per Bus zum Schwimmen zu fahren", sagt Rektorin Monika Scholz. "Die Stadt soll ruhig was Gescheites hierhin bauen." Eindeutig für den kurzen Fußweg ist Theodor Lindner, Direktor des BVA-Gymnasiums: "Durch eine Badverlegung würde viel Unterrichtszeit verloren gehen."

(NGZ/rc)