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Autor aus Dormagen: Besinnliche Kurzgeschichten im Advent

Gemeindereferent aus Dormagen bringt Buch raus : Besinnliche Kurzgeschichten im Advent

Gemeindereferent und Krankenhausseelsorger Martin Brendler veröffentlichte in seinem Buch „Endlich Weihnacht“ 22 besinnliche und amüsante Kurzgeschichten.

Für Martin Brendler bedeutet die Adventszeit Besinnlichkeit, zur Ruhe zu kommen und die dunklen Abendstunden für Dinge zu nutzen, für die sonst im Alltag nur wenig Zeit bleibt. In seinem Fall sind dies beispielsweise Kurzgeschichten. In diesem Jahr veröffentlichte Brendler nach vielen Jahren sein drittes Kurzgeschichten-Buch „Endlich Weihnacht“.

Brendler kommt gebürtig aus Dormagen und ist Gemeindereferent in der katholischen Pfarrgemeinde St. Michael. Seit einem Jahr ist er zudem als Krankenhausseelsorger im Rheinlandklinikum Dormagen unterwegs. Viele kennen Martin Brendler als Rock-Musiker, der im Stadtgebiet bereits vielen heimischen Bands seine Stimme lieh. Im vergangenen Jahr widmete er sich jedoch wieder verstärkt der Schriftstellerei. In seinem neuen Buch verschriftlichte der Autor 22 besinnliche und amüsante Kurzgeschichten auf 257 Seiten.

„Die Veröffentlichung dieses Buches hat eine Weile gedauert, umso glücklicher bin ich, dass es nun endlich – passend zur Adventszeit – auf dem Markt ist“, erzählt Brendler. Inspirieren lässt sich der Seelsorger bei seinen Geschichten von den alltäglichsten Dingen: „Ich lasse mich von Menschen inspirieren und von Situationen. Von den kleinsten Sachen. Einige Geschichten sind Erlebnisse, die mir von Freunden erzählt wurden, anderes habe ich selber erlebt“, führt er aus. In seinem neuen Buch setzt Brendler außerdem auf Dialekte: „Einige Geschichten sind auf kölsch, andere beispielsweise im Ruhrpott-Dialekt. Bei den kölschen Geschichten oder den Geschichten auf ‚platt’ war ich dankbar für die Hilfe von einigen lieben Menschen aus Dormagen.“ Manche Geschichten sind jedoch nicht nur im jeweiligen Dialekt geschrieben, sondern wurden gar von einzelnen Wörtern inspiriert. „Manchmal ist mein Impuls auch einfach ein bestimmtes Wort. Ich lasse außerdem auch Geschichten mit Tieren einfließen.“ Für eine Geschichte habe er besonders lange gebraucht: „Ich habe auch Erlebnisse der Nachkriegszeit aufgeschrieben, dafür habe ich mich mit Menschen unterhalten und viel recherchiert.“

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Dass Martin Brendler irgendwann mal Autor wird, neben seinen Kurzgeschichten veröffentlichte er noch viele weitere Bücher, hätte als Jugendlicher vielleicht niemand geahnt: „Ich bin Legastheniker. Als ich damals Schwierigkeiten hatte, sagte mir ein Lehrer im Abitur, dass ich anfangen solle, viel auf einer Schreibmaschine zu tippen, damit ich mir die einzelnen Buchstaben besser einprägen kann. So kam ich zum Schreiben.“  Inspiriert werde er auch von seiner Arbeit als Gemeindereferent: „Die Menschen erzählen mir viel und ich merke, welche Themen sie beschäftigten und bringe diese mit ein.“ Irgendwann werde ihn sicherlich auch die Tätigkeit als Krankenhausseelsorger inspirieren.

Laut Brendler sind seine Kurzgeschichten für Jedermann. „Ich finde es großartig, wenn meine Texte vorgelesen werden. Wenn Menschen sich die Zeit nehmen und ihren Liebsten an den Abenden im Advent etwas vorlesen, dann macht mich das glücklich.“ Aufgrund der Pandemie kann Brendler aktuell keine eigenen Lesungen abhalten. „Das finde ich schade und es erschwert natürlich auch einiges, ich lese immer sehr gerne vor und hoffe, dass es bald auch wieder dazu kommen wird.

Für Martin Brendler ist die Adventszeit eine besondere Zeit. „Es ist natürlich sehr arbeitsaufwendig, aber ich nehme diese Zeit ganz anders und viel bewusster wahr.“ An den Abenden nimmt der Gemeindereferent sich eine Auszeit: „Die Reize von Außen sind in dieser Zeit geringer, es wird eher dunkel und die Straßen sind früher leer. Man kann sich auf sich selber konzentrieren und sich runterbringen“, beschreibt er.

Das Buch „Endlich Weihnacht“ ist im Eigenverlag erschienen und erhältlich in der City-Buchhandlung und auch in der Pfarrbücherei. „Ich bringe es auf Anfrage außerdem auch gerne vorbei.“ Die Kosten liegen bei 9,99 Euro.