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Dormagen: Autobahnanschluss Delrath frühestens 2014

Dormagen : Autobahnanschluss Delrath frühestens 2014

Der geplante Autobahnanschluss in Delrath wird frühestens im Jahr 2014 umgesetzt werden können. Das geht aus der Sitzungsvorlage für den nächsten Nahverkehrs- und Straßenbauauschuss des Rhein-Kreises Neuss hervor. Als Grund wird weiterhin die fehlende Kooperation des Spezialgasunternehmens "Gerling, Holz + Co" (GHC) genannt. Ein TÜV-Gutachter soll klären, ob die auf dem Gelände an der Siemensstraße lagernden Gase eine Gefahr darstellen.

In der Sitzungsvorlage heißt es: Auf entsprechende Nachfrage von Anfang Januar 2011 lasse der Gutachter erkennen, dass ihm eine inhaltliche Bearbeitung nach wie vor nicht möglich sei. Von Verzögerungen im Rahmen der Gutachtenerstellung ist weiterhin die Rede. Und: "Die K 33n AS Delrath wird (...) aus dem aktuellen Programmjahr 2012 ins Programmjahr 2014 verschoben.

GHC-Niederlassungsleiter Peter Stampe erklärt: "Wir haben die Genehmigungsunterlagen Anfang Januar an den Gutachter geschickt." Dafür habe er sogar eine Eingangsbestätigung. Allerdings verlange GHC, dass der Gutachter eine Geheimhaltungserklärung abgebe und jeder Mitarbeiter, der den Hof betrete, eine Sicherheitsüberprüfung durchlaufe. "Wir haben hier sensible Anlagenteile auf dem Hof", sagt Stampe.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke beurteilt den Fall anders: "Das Unternehmen mauert, die gelieferten Unterlagen sind nach Auffassung des Gutachters nicht vollständig." Er glaubt, dass GHC den öffentlichen Druck fürchte und droht weitere Konsequenzen an. Einige Unternehmen hatten ihre Ansiedlung an die Realisierung des Autbahnanschlusses geknüpft.

(NGZ)