Ausstellungs-Kinderaktion im Kloster Knechtsteden

Kloster Knechtsteden: Dem Krokodil und Bären auf der Spur

Kinder können die sehenswerte Ausstellung „Wunderkammer Knechtsteden“ im Kreuzgang des Klosters nun mit einem „Entdeckerbuch“ besonders spannend besichtigen. Die ersten 100 Mädchen und Jungen waren schon da.

Wer am großen, aufgeschnittenen und platt an der Basilikawand angebrachten Krokodil vorbei in den Kreuzgang des Klosters Knechtsteden tritt, befindet sich in einer anderen Welt: Noch bis 31. Dezember ist dort die Ausstellung „Wunderkammer Knechtsteden“ mit zahlreichen Tier-Exponaten aus dem nicht mehr existierenden Missionsmuseum der Spiritaner zu sehen. Die meisten der ausgestopften Tiere, die die Ordensbrüder als Missionare in Afrika und Südamerika gesammelt und nach Knechtsteden geschickt hatten, sind älter als 100 Jahre. Seit ein paar Tagen gibt es speziell für Kinder ein „Entdeckerbuch“, mit dem sie die Schau und damit die Tiere aus den fernen Ländern näher kennen lernen können.

„Es ist sehr beliebt“, beschreibt Belinda Peters, Referentin für die Öffentlichkeitsarbeit der Spiritaner, die ersten Reaktionen. Gerade jetzt in den Herbstferien seien viele Kinder auf Spurensuche durch die Ausstellung gelaufen. Da geht es unter anderem um den ehemaligen „Wächter“ des Missionsmuseums, einen Braunbären, und um die Lügengeschichte zum Krokodil, das angeblich einen Ordensmann am Amazonas gefressen haben sollte – wo es gar nicht gelebt hat. Aber auch der Kaffernbüffel, das gefährlichste Tier Afrikas, Fische, Schlangen, Insekten und Faultiere sind zu entdecken.

Ausstellung Missionsmuseum Knechtsteden - Wunderkammer - im Kreuzgang der Basilika. Tierpräparate Foto: Carina Wernig

Und die ersten 120 Kinder werden auch belohnt für ihre Mühe: Wer das Heft zur „Entdeckungsreise“ vollständig und richtig ausfüllt, erhält ein Schatzkistchen und je zwei Halbedelsteine. Kinder bis zu 14 Jahren können teilnehmen. Das ausgefüllte Entdeckerbuch kann bis zum Ende der Herbstferien, bis zum 28. Oktober, im Klosterladen vorgelegt werden, wo die Antworten überprüft werden. „Dort können die kleinen Entdecker unter verschiedenen Halbedelsteinen zwei Steine für ihr Schatzkistchen auswählen, die wichtige Entdeckereigenschaften wie Mut, Kraft, Schnelligkeit, Ideenreichtum, Entschlusskraft fördern“, erläutert Belinda Peters, die bereits am Dienstag ankündigt, sich etwas für die weiteren Kinder ab dem 121. kleinen Entdecker einfallen zu lassen: „Wir werden da etwas finden, was wir als Belohnung ausgeben können.“ Denn das Heft wird bereits nachproduziert – so gut wird es nachgefragt.

An den Geweih-Schaufeln steht: „Knutsch mich – ich bin ein Elch!“ Foto: Carina Wernig
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Die beiden Ausstellungsmacher, Pater Konrad Breidenbach und Belinda Peters, haben diese Aktion bewusst in die Herbstferienzeit gelegt. „Denn wer alle Aufgaben im Entdeckerbuch lösen will, muss ein bisschen Zeit mitbringen oder mehrfach wiederkommen“, so Peters. Die Autorin des Kinderbandes freut sich wie ihr Kollege Breidenbach über das außerordentliche Interesse an der Ausstellung, die bis Ende des Jahres verlängert wurde. Besonders kleine Besucher anzusprechen, war das Ziel der Aktion, das bereits erreicht ist. Die meisten Heftnutzer haben auch eine Spende gegeben. Darauf sind die Ausstellungsmacher angewiesen, um die Druckkosten abzudecken und die Ausstellungen, die nicht bezuschusst werden, auch künftig ohne Eintrittsgeld anzubieten. Die Ferienaktion wird vom Förderverein des Missionshauses Knechtsteden unterstützt.

„Wenn wir feststellen, dass unsere Begleitangebote zu den Ausstellungen weiter auf Interesse stoßen“, erläutert Breidenbach, „planen wir auch für die nächste Ausstellung wieder etwas.“ Das Thema wird noch nicht verraten, wie er lächelnd sagt: „Lassen Sie sich überraschen. Aber erst einmal gehen Sie mit Ihren Kindern auf Entdeckerreise in der Wunderkammer Knechtsteden.“

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