Aufstellung des Wegekreuzes am Bahnhof dauert noch

Wegekreuz am Bahnhof Dormagen : Wegekreuz am Bahnhof wird erst 2020 aufgestellt

Die Arbeiten für das neue Kreuz sollen voraussichtlich Ende Oktober beginnen.

Eigentlich hatte Reinhard Hauschild auf eine frühere Fertigstellung gehofft, doch das geplante Wegekreuz am Bahnhof wird noch eine Weile auf sich warten lassen. Die Dormagener Metallbaufirma, die der Förderverein „Wegekreuz für den Bahnhof Dormagen“ mit der Anfertigung des Kreuzes beauftragt hat, kann erst Ende Oktober damit beginnen. Hierfür hat Hauschild zufolge nicht zuletzt die Tatsache gesorgt, „dass wir in Konkurrenz zur boomenden Bauwirtschaft stehen.“ Die Hoffnung, das Wegekreuz noch dieses Jahr aufstellen zu können, hat er noch nicht vollends aufgegeben, dennoch „wäre es kein Beinbruch, wenn es erst im nächsten Jahr klappt“.

Reinhard Hauschild und Paula Beitner: Ihrem Entwurf liegt dem künftigen Wegekreuz zugrunde. Foto: Berns, Lothar (lber)

Der Standort wird sich gleich gegenüber dem Bahnhofseingang zwischen der AHG-Klinik und dem Bahnhof befinden. Hauschild dankt auch in diesem Zusammenhang Rat und Verwaltung für „die prima Unterstützung“: Das kleine Grundstück nämlich befindet sich im Eigentum der Technischen Betriebe. Der Planungsausschuss hat bereits vor gut einem Jahr sicher gestellt, dass auf den Förderverein deswegen keine Kosten zukommen werden, wenn er das Wegekreuz hier aufstellt.

Die Grundidee des Kreuzes basiert auf einem Entwurf der Architekturstudentin und Künstlerin Paula Beitnere, für den sich  eine Jury ausgesprochen hatte. Dennoch lassen sich ihre  Vorstellungen nicht vollständig umsetzen. Der Corpus des Kreuzes, eine Christus-Figur mit ausgebreiteten Armen, sollte zunächst aus Glas gefertigt werden. Angesichts potenzieller Zerstörungsgefahr prüften Hauschild und seine Mitstreiter Alternativen: Den Corpus aus Kunststoff anzufertigen, erwies sich aus anderen Gründen als  problematisch, so dass die Christus-Figur nun aus Metall gearbeitet sein soll.

Die Idee für ein solches Wegekreuz hatte Hauschild vor mehr als fünf Jahren, als er noch Vorsitzender des Kulturausschusses war. Das Gremium hatte sich seinerzeit mit der Restaurierung dieser „Denkmäler aus der Vergangenheit“ beschäftigt, was für Hauschild die Frage aufwarf: „Warum setzt unsere Generation nicht auch einmal solch ein Wegekreuz?“

Nachdem er im Kulturausschuss „wenig Gegenliebe“ gefunden habe, entschied sich der frühere Bürgermeister Ende 2013 für die Gründung eines Fördervereins, der seither das Projekt ebenso hartnäckig wie erfolgreich forciert hat.

Mehr von RP ONLINE