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Dormagen: Aufregend: Der erste Schultag

Dormagen : Aufregend: Der erste Schultag

Es ist ein neuer Lebensabschnitt, der viel Veränderung mit sich bringt. Gestern starteten Dormagens i-Dötzchen in die Schulzeit. Eines der Kinder ist Isabelle Schick. Die NGZ durfte sie gestern bei der Einschulung begleiten.

Isabelle Schick ist ein großer Fan von Marienkäfern. Als die Sechsjährige gestern eingeschult wurde, war das kaum zu übersehen, denn gleichgültig, ob auf der Schultüte, dem Tornister oder sogar der Torte am Nachmittag – die Marienkäfer waren überall dabei.

Für die gesamte Familie Schick ist die Einschulung von Isabelle ein besonderer Tag, der indes nicht wie üblich beginnt. Vor lauter Aufregung und Vorfreude ist die kleine Isabelle schon früh auf den Beinen. "Sie hat mich um sechs Uhr geweckt", sagt Mutter Ruth Schick und lacht. Bevor es zum Einschulungs-Gottesdienst geht, deckt sie mit ihrer Tochter noch schnell den Mittagstisch, denn nach der Schule soll die ganze Familie zur großen Feier vorbeikommen.

An der Kirche St. Michael angekommen, wirkt Isabelle sehr gespannt. Sie sagt wenig, hält lieber Ausschau nach möglichen Klassenkameraden. Doch als es dann los geht, singt und klatscht sie eifrig mit, denn die Lieder sind sehr kinderlieb gestaltet. "Der Gottesdienst hat mir gut gefallen", sagt Agnes Gaschka, Großmutter von Isabelle. Trotzdem: Zu aufgeregt ist Isabelle auf das, was sie noch in der Schule erwartet, so dass sie den Gottesdienst "eher langweilig" findet.

Vor der Kirche trifft die Sechsjährige noch den Rest der Familie: Alle vier Großeltern, die Patentante und sogar die Patentanten und -onkel der älteren Schwester sind gekommen. Dort bekommt auch Mutter Ruth Glückwünsche übermittelt, denn sie hat an diesem aufregenden Tag auch noch Geburtstag. "Isabelle hat das heute allen Leuten erzählt", sagt Ruth Schick lächelnd. Dass der Geburtstag ihrer Mutter in den Hintergrund gerät, wollte die Sechsjährige wohl nicht.

Für Ruth und Ulrich Schick ist die Einschulung ihrer Tochter etwas, was sie auch wehmütig werden lässt. "Sind die Kinder eingeschult, werden sie schnell groß", meint Ulrich Schick.

Von der Kirche aus geht es zur Regenbogenschule. Wie passend zum Namen, dass es an diesem Morgen etwas nieselt. Die Stimmung soll das jedoch nicht drücken, und so wird Isabelle endlich mit 26 Klassenkameraden von ihrer Lehrerin Johanna Becker in das Gebäude geführt. Dort hat Isabelle ihre erste Unterrichtsstunde in ihrem Leben. "Ich habe schon Hausaufgaben auf. Ich soll meine Schultüte malen und Mama und Papa Post geben", erklärt sie nach den 45 Minuten.

Es ist wahrhaftig ein aufregender Tag für Isabelle. In der Schule erlebt sie viel Trubel, zu Hause bekommt sie von ihrer Familie eine Menge Geschenke. Bevor es Mittagessen gibt, lässt sich die neugebackene Schülerin erst einmal auf das Wohnzimmersofa plumpsen. Zu Recht nach diesem aufregenden Tag. Nach dem Essen darf sie dann auch endlich ihre Schultüte auspacken. Neben Süßigkeiten findet sie dort auch eine kleine Kamera und eine Trinkflasche. Nicht zu vergessen: Ein Schlüsselanhänger in Form eines Marienkäfers.

(NGZ)