Auf dem Rathausplatz Dormagen: Inklusives "Café en blanc"

Auf dem Rathausplatz in Dormagen : „Café en blanc“ zum Mitmachen

„Feiern Sie mit“ – so fordern die Organisatorinnen auf, die Premiere des Kaffeetrinkens ganz in Weiß mitzuerleben. Am Sonntag, 7. Juli, ist von 14 bis 17 Uhr jeder auf dem Rathausplatz willkommen, ob mit oder ohne Behinderung.

Barrieren abbauen und gemeinsam ein paar schöne Stunden verbringen – das steckt hinter der Idee eines nachmittäglichen „White Dinner“ mit Inklusions-Ansatz: Dafür verwandeln sechs Institutionen den Dormagener Paul-Wierich-Platz vor dem Historischen Rathaus in eine weiße Kaffeetafel. Für rund 300 Gäste werden Biertischgarnituren aufgebaut und festlich in Weiß gedeckt. Alle Dormagener und andere Interessierte sind eingeladen, sich am Sonntag, 7. Juli, von 14 bis 17 Uhr in weißer Kleidung zu beteiligen und einen Nachmittag bei Gesprächen und Musikuntermalung miteinander zu verbringen. „Wir haben Tische, Bänke, Geschirr, Besteck, Wasser und (bei Bedarf) weiße Kleidung. Sie bringen Kaffee und Kuchen mit“, so lautet die Einladung der Veranstalter rund um die KoKoBe, die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit geistiger Behinderung.

„Wir möchten gern ein Zeichen für Inklusion setzen und eine Zusammenkunft von Menschen mit und ohne Behinderung ermöglichen“, erläutert Sozialpädagogin Ute Gillrath von der KoKoBe. Weitere Partner des ersten „Café en blanc“ mitten in Dormagen sind das Netzwerk Alte Apotheke der St.-Augustinus-Gruppe, das Lebenshilfe-Wohnhaus Nievenheim, der Verein Puzzle, das Jugendhilfezentrum Raphaelshaus, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dormagen und das Stadtmarketing der SWD. Auch Bürgermeister Erik Lierenfeld unterstützt die Premiere von „Café en blanc“.

Wie beim in anderen Städten, so auch Neuss, beliebten „White Dinner“ oder „Diner en blanc“ treffen sich die Teilnehmer ganz in Weiß und verbringen einige gemeinsame Stunden mit mitgebrachten Speisen, Stühlen und Tischen. Anders als dort üblich müssen die Tische und Bänke in Dormagen aber nicht selbst geschleppt werden, sondern stehen schon vor dem Historischen Rathaus. Auch ist der Ort anders als bei anderen Abendessen schon bekannt. Nur Kaffee und Kuchen müssen selbst mitgebracht werden – und sollen auch dem Sitznachbarn angeboten werden, was helfen kann, ins Gespräch zu kommen.

Der Sonntagnachmittag des 7. Juli wurde gewählt, um möglichst vielen Dormagenern die Teilnahme zu ermöglichen: Das „Café en blanc“ richtet sich ausdrücklich an Behinderte und Nicht-Behinderte. Wie Anna Hölscher, Leiterin des Netzwerks Alte Apotheke, erklärt: „In Weiß gekleidet, symbolisieren wir: Wir sind alle gleich.“ Im Netzwerk Alte Apotheke an der Kölner Straße 30 liegen bereits weiße T-Shirts, Blusen, Kleider und Hosen bereit, so dass sich Teilnehmer dort jetzt schon für das Café en blanc einkleiden können. Die weiße Kleidung wurde von der Tafel und vom Second-Hand-Laden der Caritas gesammelt und zur Verfügung gestellt. Auch am Tag selbst gibt es noch weiße Kleidung für spontane Besucher, die willkommen sind.

Wer sich einen Sitzplatz sichern möchte, kann bei der KoKoBe unter 02181 2702113 reservieren.

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