1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Anwohner sehen kostenpflichtige Parkpalette am Bahnhof skeptisch

Dormagen : Anwohner sehen kostenpflichtige Parkpalette am Bahnhof skeptisch

Bei einer offenen Sitzung der SPD-Ratsfraktion konnten sich Bürger zur Umgestaltung des Bahnhofes und zu weiteren Plänen für Horrem äußern.

Die Anwohner im Umfeld des im Umbau befindlichen Dormagener Bahnhofs fühlen sich belastet. Das wurde bei der offenen Fraktionssitzung der SPD am Montagabend schnell deutlich. Genervt sind sie vor allem von Autofahrern, die auf der Suche nach einem Parkplatz für Unruhe auch in den Nebenstraßen sorgen und dort Parkplätze blockieren, so dass die Anwohner selbst oft nur mühsam einen Stellplatz finden.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernhard Schmitt hatte kürzlich vorgeschlagen, etwa 300 Meter vom Bahnhof entfernt, direkt am Malerviertel, eine Parkpalette einzurichten, um den Parkdruck zu mildern. Gleichzeitig könnte die Palette den Lärmschutz für das angrenzende Neubaugebiet gewährleisten. Keine schlechte Idee, signalisierten einige der etwa 25 interessierten Bürger, die zu der SPD-Veranstaltung gekommen waren. Doch eine Frau schränkte ein: "Die Leute wollen kostenlose Parkplätze. Die Park-and-Ride-Nutzer sind bestimmt nicht daran interessiert, fürs Parken zu bezahlen." Eine Einschätzung, die offensichtlich von vielen in der Runde geteilt wurde. Ob eine Parkpalette, falls sie denn kommt, kostenpflichtig werden würde, steht zwar noch nicht fest. Unwahrscheinlich ist eine Bewirtschaftung aber nicht, da die Parkpalette ja finanziert werden müsste.

  • Dormagen : Stadt prüft Parkdeck am Bahnhof
  • Krefeld : Heftige Kritik an den Plänen zur Umgestaltung der Blumenstraße
  • Dormagen : Bahnhofsplatz: Umgestaltung ab Januar

Bernhard Schmitt brachte eine Mischfinanzierung ins Gespräch. Wenn ein Teil des Erlöses aus den nahen Baugrundstücken in die Parkpalette fließen würde, könnten die Gebühren niedrig gehalten werden, kalkulierte er. Akzeptanz für Parkgebühren verspricht sich Schmitt auch von einem höheren "Mehrwert" für die Parker: Mit einer neuen Parkpalette könnten sie sicher sein, am Bahnhof ohne Sucherei einen Stellplatz zu finden; zudem könne über eine Überwachung des Parkhauses nachgedacht werden. Vandalismusschäden seien dann praktisch ausgeschlossen.

Sollte die SPD-Idee umgesetzt werden, würden aber zwei bis drei Jahre ins Land gehen, bis die Parkpalette fertig sei, schloss Schmitt. Zunächst haben die Mitglieder der politischen Gremien das Wort.

(NGZ)