Dormagen: Angebote für ältere Menschen

Dormagen : Angebote für ältere Menschen

Dormagen Vollteffer! Der erste Seniorentag in Dormagenunter dem Motto "Jung für Alt, Alt für Jung" übertraf die Erwartungen.

Die Stadt, die dank ihres Bürgermeisters Heinz Hilgers, des Präsidenten des Deutschen Kinderschutzbundes, eher Modellcharakter für jüngere Generationen genießt, holt bei den Senioren mächtig auf.

"Wir hätten viele Beschwerden der älteren Bürger in Dormagen erwartet", sagt die Vorsitzende der Senioren-Union. "Statt dessen äußert sich doch eine relativ große Zufriedenheit der Bürger", so Regina Nawrot wenige Schritte weiter bei der SPD. Es kam zum Beispiel keine Frage nach der Rente mit 67.

Für stellvertretenden Bürgermeister Hans Sturm (CDU) ein Zeichen, "dass sich die Politik um die Bürger kümmert". Allein die Senioren-Union hat nach Angaben von Fittgen in Dormagen rund 180 Mitglieder.

Rolf Brömmelsiek am FDP-Stand sowie Hans-Joachim Woitzik am Stand des Zentrum machen ähnliche Erfahrungen. Ein Thema der Gespräche dort sind die Altentagesstätten - offenbar besteht reger Bedarf in diese Richtung.

Gesundheit und Fitness sind ein großes Thema. Petra Feige von GEP bietet zum Beispiel in ihrem Institut an der Haberlandstraße Beratung und Training in der Ernährungsberatung, bei der Gewichtsreduzierung und in der allgemeinen Gesundheitsvorbeugung.

Doris Dörr vom Fitness-Studio Shinto in Horrem hat große Erfahrungen mit den Gesundheitsprogrammen für Ältere: "60 Prozent unserer Kunden sind älter." Da braucht sich niemand zu schämen, wenn er nicht mit dem Ideal-Body kommt.

Um Gesundheit und Fitness geht es auch beim Stadtsportverband (SVD), der TG Stürzelberg und dem TSV Bayer Dormagen. SVD-Vorsitzender Manfred Bördgen: "Immer mehr Menschen sind bis ins hohe Alter fit. Da gewinnt der Sport eine immer größere Bedeutung."

Nordic-Walking, zum Beispiel, das die TGS jetzt auch zusammen mit einer ernährungsberatung anbietet. Miller: "Die Kurse haben einen riesigen Zulauf." Wolfhard Nickel-Hamel vertritt für den TSV gleich ein ganzes Programm vom Krafttraining über Walking bis zum Sport für Hochbetagte.

Die aktuelle Fitness getestet wird am Stand der Sonnen-Apotheke: Dort wird der Blutdruck gemessen oder der Blutzucker bestimmt. Viele der Senioren machen Gebrauch davon. Radeln im Alter ist Thema beim Fahrradclub.

Für die geistige Fitness im Alter sorgen die Dormagener Buchhandlungen. Und Christa Afan: Ihr Reise-.Unternehmen setzt in vielen Angeboten weniger auf Action als auf Erholung zum Beispiel auf Rügen oder auf Konzert- und Musicalreisen.

Erstaunlich ist, dass sowohl bei dem Caritasverband als auch bei Diakonischem Werk und Arbeiterwohlfahrt sich die Nachfrage nach Altenheimplätzen in engen Grenzen hält.

"Dafür gibt es umso mehr Nachfrage nach betreutem Wohnen", stellt Bernd Gellrich, Geschäftsführer der Diakonie fest. Monika Stellen von der Caritas: "Betreutes Wohnen ist der Renner, da könnte es in Dormagen noch deutlich mehr Plätze geben."

Aber es gibt auch einige Anbieter, die mit dem Interesse an ihren Ständen mehr erhofft hätten. Barbara Katers zum Beispiel vom Sanitätshaus Salgert: "Es kommen fast nur Kunden, die wir bereits kennen, neue Gesichter habe ich kaum gesehen."

Rundum zufrieden ist Theo Krücken, Seniorenbeauftragter der Stadt: "Es läuft besser als wir erwartet hatten. Wir sind sehr zufrieden."

Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm garnierte den Seniorentag, den am Vormittag stellvertretender Bürgermeister Gerhard Woitzik eröffnet hatte.

(NGZ)
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