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Dormagen: Ampeltakt mindert Lkw-Lärm

Dormagen : Ampeltakt mindert Lkw-Lärm

Die Bürgerinitiative "Straßen der Vernunft" sieht ihr Engagement belohnt: Die Stadt hat sehr schnell für Abhilfe bei den ärgsten Verkehrsproblemen an der Zonser Straße gesorgt. Weitere Entspannung soll folgen.

Monatelang artikulierten Anwohner der Zonser Straße im Dormagener Norden ihren Frust über frühmorgendlichen Lkw-Lärm – verursacht durch Schwerlastverkehr, der aus dem Gewerbegebiet Roseller Straße über die Zonser Straße rollt (die NGZ berichtete). Schnell fanden sich die Bürger zu einer Initiative zusammen, die im September bei Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann vorstellig wurde. Offenbar mit Erfolg.

"Verkehrsplaner Peter Tümmers hat sehr schnell für eine erste Entspannung beim morgendlichen Schwerlastverkehr gesorgt", lobt die Initiative. An der Ampelkreuzung Zonser Straße/Haberlandstraße wurde die Ampelschaltung verändert: Die Grünphase an der Zonser Straße wurde zeitweise verlängert. "Damit können frühmorgens etwa acht Schwerlastfahrzeuge in einem Zug die Kreuzung überqueren", sagt Gottfried Koch, Vorstand der Technischen Betriebe. Dadurch kommen Lkw schneller über die Kreuzung, die Lärmbelastung sinkt. Problematisch sei nach wie vor, dass viele Lkw zum Abbiegen und durch stehenden Ampelverkehr bedingt über die Bürgersteige und Mittelinseln fahren, so die Initiative. Die Abbiegeradien sind zu klein – ein Problem, das erst durch die Verlagerung des Verkehrs gelöst werden kann. Entlastung soll die 770 000 Euro teure Verbindungsstraße zwischen dem Gewerbegebiet und der Kreisstraße 12 bringen. "Wir gehen fest davon aus, dass die Parteien an einer schnellen Lösung des Sicherheits- und Lärmproblems interessiert sind, so dass Mitte 2012 der Baubeginn der Reuschenberger Straße erfolgen kann", sagt Elisabeth Fittgen, Mitgründerin der Initiative. So weit will Verkehrsplaner Tümmers nicht gehen: "Die Verwaltung will den Bau vorziehen, aber das muss erst in den Haushalt. Danach werden wir so schnell wie möglich starten."

Zu recht sei auch auf Missstände an der Haberlandstraße hingewiesen worden. Tümmers will an der Einmündung zur Dürer Straße durch Markierungen den Mittelstreifen verbreitern, um ein Überqueren zu ermöglichen. "Ähnlich wird das an der Einmündung Beethovenstraße gehandhabt." Über das Ansinnen soll im Planungsausschuss am 29. November diskutiert werden. Wie auch über den Wunsch der Initiative, die Tempo-30-Zone auszudehnen und nicht nur die Zonser Straße, sondern auch die Haberlandstraße nach dem Bau der neuen Anbindung für den Schwerlastverkehr zu sperren.

(NGZ)