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Dormagen: Ampeln an A 57-Auffahrten gehen 2018 in Betrieb

Dormagen : Ampeln an A 57-Auffahrten gehen 2018 in Betrieb

Die Anlagen sind bereits aufgestellt und sollen ab nächstem Jahr bis zu 25 Prozent der Staus vermeiden.

Wer in den vergangenen Tagen die Auffahrten in Dormagen auf die Autobahn 57 Richtung Köln und Neuss genutzt hat, wird die beiden Ampeln bemerkt haben, die kurz vor dem Beginn des Beschleunigungsstreifens angebracht sind. Sie sind Teil einer "Zufahrtregelungsanlage", die der Landesbetrieb Straßen.NRW dort ebenso wie in Worringen an den Auffahrten in beide Richtungen installiert hat, um die Anzahl der Staus auf der Autobahn erheblich zu verringern.

In Betrieb genommen werden sie allerdings erst im ersten Quartal 2018, wie Volker Gronau aus der Verkehrsredaktion der Verkehrszentrale von Straßen.NRW in Leverkusen erklärt: "Die Markierungsarbeiten, der Einsatz der Schleifen in den Fahrbahnen und das Aufstellen der Ampeln sind bereits erledigt, jetzt müssen sie geprüft und die Software darauf eingestellt werden." Ab 2018 sollen dann mit einer Ampelphase ein bis zwei Autos auf die Autobahn gelassen werden, wo bisher zehn bis 14 Autos auf einmal auf die Autobahn aufgefahren sind. "Das summiert sich durch Platzmachen und Bremsen der Autofahrer, die bereits auf der A 57 sind, dann schnell zu einem Stau, der sich nach hinten fortsetzt", so Gronau. Gerade im Berufsverkehr entstünden so viele Verkehrsbehinderungen.

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Wenn die Dosierungs-Ampel, die in nicht so stark frequentierten Verkehrszeiten Grün zeigt oder aus ist, dann läuft, soll sie dazu beitragen, viele Staus zu verhindern, wie Gronau erklärt: "Durch den besseren Verkehrsfluss gibt es weniger Stockungen, da hoffen wir darauf, dass die Stauzahlen um 20 bis 25 Prozent runtergehen." Zudem sinkt durch den regulierten Zufluss an Autos das Unfallrisiko, weil die ausweichenden und bremsenden Autos weitere Aktionen der hinterherfahrenden Verkehrsteilnehmer auslösen.

Das ist dem Landesbetrieb Straßen.NRW eine Investition von knapp einer halben Million Euro für die vier Auffahrten in Dormagen und Worringen wert. "Eine dieser Anlagen kostet ungefähr 120.000 Euro", sagt der Experte der Verkehrszentrale in Leverkusen, wo die Zufluss-Regelung dann auch überwacht werden soll.

(NGZ)