1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Am Bahnhof wird investiert

Dormagen : Am Bahnhof wird investiert

Die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) zieht jetzt doch nicht in den Rathaus-Anbau.Am Bahnhof entsteht ein neues Verkehrs- und Tourismus-Zentrum.

Kommando zurück. Die Stadtmarketing- und Verkehrsgesesellschaft Dormagen (SVGD) zieht nicht in den Rathaus-Anbau. Dafür gibt es aller Wahrscheinlichkeit die Superlösung. Am Bahnhof entsteht ein Tourismus- und Verkehrszentrum, in dem die SVGD mit vielen ihrer Aktivitäten sitzen wird, wo Karten für Busse und Bahnen auf eigene Rechnung verkauft werden, wo in einer Fahrradstation Räder ausgeliehen und abgestellt werden können. Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann auf Anfrage: "Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe."

Denn zugleich hat die Energieversorgung Dormagen (evd) für ihr neuen Domizil im Rathausanbau mehr Platz reklamiert. Durch die gesetzlich vorgeschriebene Trennung von Betrieb und Netz benötigen die Versorger zusätzliche Räume. Die bekommen sie von der SVGD. "Für unsere Gesellschaft ist das ein Quantensprung", sagt SVGD- Geschäftsführer Ulrich Pfister. Damit werden alte Pläne aus den neunziger Jahren wieder aufgenommen, die Konzentration mit Bahnhof und Busbahnhof am Willy-Brandt-Patz vorsahen.

Neben diesem Verkehrszentrum wird ein Lebensmitteldiscounter siedeln. Im Gespräch sind Netto und Penny-Märkte. Nach den Worten des Bürgermeisters sind die Verhandlungen für den Markt bereits weit fortgeschritten. Beide Gebäude sollen durch eine offene Arkade miteinander verbunden werden. Darunter ist dann der Zugang zu den Gleisen. Der Bürgermeister: "Das führt zu einer Belebung des Bahnhofsumfeldes und damit zu mehr Sicherheit."

Das neue SVGD-Domizil am Bahnhof soll nach den heutigen Berechnungen rund 3,5 Millionen Euro kosten. Rund 1,8 Millionen Euro erwartet der Bürgermeister als Landeszuschüsse. Von der Fahrradstation bis zum Busbahnhof, vom Bahnhofsumfeld bis zur Tourismusförderung sind zahlreiche Einzelmaßnahmen zuschussfähig. Hoffmann: "Das Land fördert momentan speziell die Neugestaltung von Bahnhofs-Umfeldern."

Nicht entschieden ist allerdings bislang ob die SVGD selbst baut oder ob versucht wird, einen Investor zu finden. Der Bürgermeister und der Geschäftsführer sprechen sich klar für die erste Lösung aus: Hoffmann: "Damit kann die SVGD angesichts günstiger Zinsen Eigenkapital schaffen." Laut Pfister wäre diese Alternative angesichts der Abschreibungsmöglichkeiten wirtschaftlich günstiger ohne die Liquidität der Gesellschaft zu gefährden.

(NGZ)