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Am Augustinushaus in Dormagen entsteht ein neues Gesundheitszentrum

St.-Augustinus-Gruppe investiert in Dormagen : Gesundheitszentrum mit Drive-In-Apotheke

Rund sechs Millionen Euro investiert die St.-Augustinus-Gruppe in das neue Zentrum am Augustinushaus. Arztpraxen soll es dort ebenso geben wie Servicewohnungen, eine psychiatrische Tagesklinik und eine Apotheke mit „Drive In“-Schalter.

Die ersten Bodenarbeiten sind schon längst in Angriff genommen, am Freitagmittag wurde mit dem Spatenstich nun der offizielle Baubeginn des Gesundheitszentrums am Augustinushaus (GZA) gefeiert. „Das wird eine wunderbare Bereicherung für alle“, sagte Schwester Praxedis, Generaloberin der Neusser Augustinerinnen, die das Grundstück zur Verfügung gestellt haben. Denn im Neubau sollen Arztpraxen ebenso vertreten sein wie Servicewohnungen, eine psychiatrische Tagesklinik und eine Apotheke mit „Drive In“-Schalter. Rund sechs Millionen Euro investiert die St.-Augustinus-Gruppe, zu der das Augustinushaus gehört, in den Bau, der bis Anfang 2020 eröffnet werden soll.

„Wir freuen uns sehr“, sagte Christa Bruns, Geschäftsführerin der Seniorenhilfe der St.-Augustinus-Gruppe. Sie wies darauf hin, dass die Ordensschwester Celina, die lange Jahre im Augustinushaus gewirkt hat, und Thomas Schindler, Leiter des Augustinushauses, das Projekt seit Jahren vorbereitet hätten. Sie dankte auch dem Ideengeber Dr. Peter Tosetti und Apotheker Claus Pfeifer für die Tatkraft, das „besondere Ärztehaus“ seit vielen Jahren vorangetrieben zu haben. „Sechs Jahre planen wir das schon, jetzt bin ich sehr froh“, sagte der Allgemeinmediziner Tosetti, der mit seinem Kollegen Bertram Niestroj und zwei Allgemeinmedizinerinnen ins neue Haus ziehen will. „Dazu kommt noch eine gastroenterologische Praxis, wahrscheinlich noch ein Kardiologe und zwei Kinderärztinnen“, so Peter Tosetti, dessen Vater Chefarzt im Augustinushaus war.

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Ein solches Gesundheitszentrum mitten in der Innenstadt sei wichtig für Dormagen, wie Bürgermeister Erik Lierenfeld betonte: „Wo könnte es besser stehen als in Nachbarschaft zum ehemaligen Krankenhaus? Viele Dormagener sind im Augustinushaus geboren.“ Lierenfeld bedankte sich bei der St.-Augustinus-Gruppe für das „deutliche Symbol und klare Bekenntnis zum Standort Dormagen“. Durch das Gesundheitszentrum könnten die Leute enger zusammenrücken, es sei neben dem Seniorenpflegezentrum bestens aufgehoben.

Zusätzlich zu den Arztpraxen und der Apotheke wird die Tagesklinik St. Luzia vom Kreiskrankenhaus Hackenbroich ins neue Gesundheitszentrum wechseln. Sie bietet als teilstationäre Einrichtung psychiatrische, psychotherapeutische sowie psychosomatische Hilfe und Beratung. Aber es entstehen auch Wohnungen: Jeweils zwei barrierefreie Seniorenwohnungen mit 74 und 50 Quadratmetern sollen den Bewohnern, die die Angebote des Augustinushauses mitnutzen könnten, auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

„Als gemeinnützige Unternehmensgruppe haben wir auch den Anspruch, der demographischen Entwicklung Rechnung zu tragen. Mit dem Gesundheitszentrum am Augustinushaus stellen wir langfristig eine sichere, komfortable Versorgung der Bürger unserer Region sicher“, sagt Markus Richter, Geschäftsführer der St.-Augustinus-Gruppe. Ihm legte Peter Tosetti noch seinen Wunschtraum ans Herz: „Dass hier noch ein Hospiz entstehen kann.“