Am 35. Geburtstag: Taufe in der Osternacht in St. Michael in Dormagen

In St. Michael Dormagen : Am 35. Geburtstag in der Osternacht taufen lassen

Die Feier der Osternacht in St. Michael beginnt um 6 Uhr. Rund eine Stunde später steht die Erwachsenentaufe an.

Für ihn ist es „eine selbstverständliche Folge“ der gemeinsamen Entscheidung für eine kirchliche Trauung: Und so steht Martin Mudra am Ostersonntag, 21. April, frühmorgens in der Kirche St. Michael und lässt sich von Pfarrer Peter Stelten taufen. So gibt es erneut in der um 6 Uhr beginnenden Osternachtfeier rund eine Stunde später eine Erwachsenentaufe, die die Auferstehungsfeier ergänzt.

„Die Taufe als Aufnahme in die Gemeinde Christi an Ostern ist schon etwas Besonderes“, sagt Pfarrer Stelten: „Wir geben die Gelegenheit, sich auch als Erwachsener ganz bewusst für die Kirche zu entscheiden und freuen uns darüber.“ Ostern war früher der einzige Tauftermin, inzwischen werden andere Sonntagsmessen oder Tage angeboten. Für den noch 34 Jahre alten Dormagener Martin Mudra ist das Datum aus einem anderen Grund etwas Besonderes: Es ist sein Geburtstag. „Das der Tag dieses Jahr auf Ostersonntag fällt, ist Gottes Fügung. So stand beim Blick in den Kalender mein Wunschtermin fest“, berichtet der Täufling. Und dieser Termin wurde möglich gemacht, ebenso wie das Datum der Hochzeit im September 2018, das zunächst wegen anderer Termine fraglich war, aber dann doch klappte. „Darüber waren wir natürlich sehr froh, sagt seine Ehefrau Claudia Mudra (29). Als dann noch die Familienband des Chorhauses St. Michael auf Wunsch des Brautpaares erstmals in einer privaten Messe spielte, war das Glück der Mudras perfekt.

Die Rheinfelder freuen sich über die gute Aufnahme in der Gemeinde, was sicher auch zum Entschluss, sich als Erwachsener taufen zu lassen, beigetragen hat, wie der Täufling erzählt: „Mich hat niemand dazu gedrängt, Katholik zu werden, weder der Pfarrer, noch meine Frau oder Verwandte“, betont Martin Mudra, der im Alter von 16 Jahren aus Brandenburg nach Dormagen kam, wo er seine aus Schlesien stammende Frau kennenlernte. „Der Wunsch, sich taufen zu lassen, hat sich mit der Zeit entwickelt und wurde zum großen Bedürfnis.“ Seine Frau ist seine Patin – „auch das ist sicher eher ungewöhnlich“, sagt sie lachend.

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