Altpapierstreit in Dormagen: Große Koalition verhandelt mit EGN

Altpapierstreit in Dormagen : Große Koalition verhandelt mit EGN

Die Altpapierentsorgung soll bürgerfreundlicher werden. Erstmal ist es nur eine Testphase. Es geht um die zusätzliche Entsorgung von Altpapier und Kartonagen.

Der Schützenplatz an der Walhovener Straße wird am heutigen Samstag zwei Mal Anlaufpunkt für viele Menschen sein. Schon um 8 Uhr werden die ersten Dormagener dort erscheinen, ihre Autos vollgepackt mit Altpapier. Mittags ist dann an gleicher Stelle der Aufstellplatz für den Eintopfsamstagszug der Dormagener Karnevalisten. Zuvor geht es um die zweite Runde der Altpapiersammlung, die es seit diesem Jahr gibt und mit der der Streit um bislang gesonderte und von der EGN nicht mehr mitgenommene Kartonagen beigelegt werden soll. Denn in einer sechsmonatigen Testphase, so der bisherige Kompromiss, stellt die Entsorgungsgesellschaft Niederrhein am jeweils ersten Samstag eines Monats an fünf Standorten einen Altpapiercontainer hin. Mit Erfolg, wie Kristiane Helmhold, Pressesprecherin der EGN, sagt: „Vor einem Monat waren es am Ende 3,2 Tonnen Altpapier und Kartonagen, die abgegeben worden sind. „An allen Standorten war es in etwa die gleiche Menge, mit einem leichten Übergewicht in der Stadtmitte“, so Helmhold.

Dennoch ist es erst einmal nur eine Testphase. Denn die beiden großen Fraktionen im Rat, CDU und SPD, arbeiten an einer „bürgerfreundlicheren Lösung als bisher“, so Kai Weber (CDU). Er hat in der vergangenen Woche zusammen mit seinem Kollegen Andres Behncke von der SPD mit Vertretern der EGN zusammengesessen und über die aktuelle Situation gesprochen. Klar ist demnach, dass die EGN-Mitarbeiter zusätzliches Papier nicht mehr in den Wagen werfen werden. „Wir wollen jetzt die Testphase abwarten und dann sehen, wo es noch Probleme gibt“, sagt der Fraktionsvorsitzende. „Wo sind Verbesserungen nötig? Vielleicht muss die Abholfrequenz verändert werden.“

Der Stadtrat beschloss derweil, dass Papier, Pappe und Kartons „weiterhin...in die von der Stadt gestellten grünen Abfallbehälter einzufüllen“ sind. Die FDP stimmt dagegen. Sie hatte beantragt, dass die Stadt mit der EGN aushandelt, dass die Abholung des Altpapiers der privaten Haushalte weiter wie bis Ende 2018 gehandhabt wird, dass also auch Pappe, die neben die grüne Tonne gestellt wird, mitgenommen wird.