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Alternativ zu Tag der offenen Tür an Grundschule in Dormagen

Schule in Dormagen : Grundschule virtuell erkunden

Der Tag der offenen Tür fällt an Dormagener Grundschulen in diesem Jahr coronabedingt aus. Eine davon nutzt ganz moderne Wege, um trotzdem für sich zu werben.

Nach dem Schulstart ist vor der nächsten Einschulung. Eltern von Vorschulkindern, die für das kommende Schuljahr schulpflichtig werden, nutzen üblicherweise die Tage der offenen Tür an den Grundschulen, um eine für ihr Kind passende Schule auszuwählen. In diesem Jahr ist das anders. Aufgrund der Corona-Pandemie werden die Tage der offenen Tür an den Dormagener Grundschulen diesmal nicht stattfinden. Das haben die Schulleitungen der Grundschulen in Absprache mit der Stadt entschieden. Manche Schulen lassen sich trotzdem etwas einfallen, um für sich die Werbetrommel zu rühren, und eine beschreitet dabei sogar ganz modernere Wege.

„Uns ist bewusst, dass es für jede Familie eine wichtige und schwere Entscheidung ist, welche Grundschule ihr Kind besuchen wird. Dennoch ist es unser oberstes Ziel, den Infektionsschutz für alle Bürger so gut es geht aufrechtzuerhalten“, sagt Erster Beigeordneter und Schuldezernent Robert Krumbein.

Um Erziehungsberechtigten und Vorschulkindern dennoch einen Einblick in das Schulleben zu geben und ihr Konzept näher kennen zu lernen, wird an der Salvator-Schule derzeit eifrig an einer Alternative zum Tag der offenen Tür gewerkelt. „Wir arbeiten an einem virtueller Rundgang aus Film und Diashow“, verrät Schulleiterin Gabriele Neu. Der geplant rund 15 Minuten lange Beitrag „mit allem, was Eltern wissen wollen“, soll in Kürze auf der Website der Schule zu finden sein und ein Grußwort der Schulleiterin, Einblicke in den Unterricht und Interviews mit derzeitigen Grundschülern beinhalten. „Das ist viel Arbeit, ein ganzes Team kümmert sich darum“, sagt sie. Regie, Produktion und Schnitt seien „gar nicht so einfach, aber wir haben engagierte junge Lehrer, die das können.“

Auch an der Schule Burg Hackenbroich ist es möglich, sich über die Homepage hinaus zu informieren. „Bei Anfragen sind wir gerne bereit, individuelle Führungen zu machen“, sagt Schulleiterin Larissa Goller-Wolf, und fügt an: „Wenn die Klassen leer sind.“

An der Regenbogenschle in Rheinfeld gibt es schon seit Jahren keinen Tag der offenen Tür mehr. Der alljährliche offene Frageabend findet heute Abend in der Kulturhalle statt. „Anmeldungen sind über das Schulsekretariat noch möglich“, so Schulleiter Thomas May.

Monika Scholz, die die Erich-Kästner-Schule leitet, sagt: „Alle Schulen haben eine gute Homepage, wo man vieles nachlesen kann.“ Eine Alternative zum Tag der offenen Tür halte sie nicht für notwendig. Sie meint: „Jahrzehnte lang gab es feste Einschulungsbezirke. Wir empfehlen heute immer noch, die nächstgelegene Grundschule zu wählen“, da die Lehrinhalte ohnehin überall gleich und die Konzepte sehr ähnlich seien.

Die Termine zur Schulanmeldung finden eine Woche vor den Herbstferien, vom 5. bis 9. Oktober, und zwei Wochen nach den Herbstferien, vom 26. Oktober bis 6. November, statt.