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Dormagen: Aktion "Toter Winkel": Polizei erklärt Schülern die tödliche Gefahr

Dormagen : Aktion "Toter Winkel": Polizei erklärt Schülern die tödliche Gefahr

Die Schüler des Leibniz-Gymnasiums staunten nicht schlecht, als gestern ein großes Feuerwehrauto auf ihrem Schulhof parkte. Die Verkehrssicherheitsberatung der Kreispolizeibehörde Neuss startete erstmalig mit der Feuerwehr Dormagen die Verkehrsaufklärungsaktion "Toter Winkel", welche sich an die Fünftklässler richtete.

Im Rhein-Kreis Neuss kommt es immer häufiger zu schweren Unfällen, bei denen ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem "Toten Winkel" von Autos und Lkw als Ursache besteht. Da die jüngeren Schüler oft zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, ist eine Aufklärung über die Gefahren in diesem Alter besonders wichtig. Die Polizeihauptkommissarinnen Daniela Luppus und Petra Moll erklärten die Gefahren. Als "Tote Winkel" würden die Bereiche rund um ein Fahrzeug bezeichnet, die der Fahrer trotz der Spiegel nicht einsehen könne. "Besonders an Einmündungen und Kreuzungen können abbiegende Fahrzeuge ihre Verkehrsteilnehmer leicht übersehen", sagte Moll. Zu Demonstrationszwecken stellte die Feuerwehr Dormagen ein großes Feuerwehrfahrzeug zur Verfügung. Die Schüler erhielten somit die Möglichkeit, den toten Winkel aus der Sicht eines Fahrers zu erleben: Einzeln nahmen die Schüler auf dem Fahrersitz Platz, während sich die restliche Schulklasse neben dem Fahrzeug aufhielt. Damit sollte veranschaulicht werden, wie sogar eine große Anzahl von Menschen in diesem Winkel verschwinden kann. Außerdem befanden sich direkt vor dem Wechselladerfahrzeug ein Fahrrad und eine Puppe, dahinter ein weißer Wagen. "Ich sehe nichts": Zu dieser Erkenntnis kamen viele der Schüler, während sie hinter dem Steuer saßen. Daraufhin wurden die Schüler über mögliche Handlungsalternativen belehrt, um die einhergehenden Gefahren umgehen können: "Im Zweifel sollen Fußgänger und Radfahrer den Kraftfahrzeugen immer den Vorrang lassen. Besser wäre es natürlich, Blickkontakt mit dem Fahrer aufzunehmen, um sich im Straßenverkehr zu verständigen", sagte Luppus.

Mit dieser Aktion hofft die Polizei, dass zukünftig weniger Unfälle passieren. Auch im Unterricht werden die Schüler das Gefahrenthema weiter vertiefen und nachbereiten.

(NGZ)