Dormagen: Ärger um falsch geliefertes Paket

Dormagen: Ärger um falsch geliefertes Paket

Paketdienstleister DPD will die Sendung abholen, tut es aber nicht.

Klaus Speth hat schwer zu tragen. Das quadratische Paket in seinen Händen ist kein Leichtgewicht, es hat so seine Kilogramm. Was drin steckt, weiß der Delrather nicht. Kein Wunder, denn dieses Paket gehört ihm nicht, er hat es auch nicht bestellt. Aber es wurde fälschlicherweise an seine Adresse geliefert, und nun weiß Speth nicht, wohin damit.

Doch der Reihe nach: Am Dienstag Vormittag klingelte es an der Tür des Reihenhauses an der Konrad-Schumacher-Straße. Klaus Speth ist zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause, seine Frau Marlise liegt mit verletztem Fuß auf der Couch. Zum Glück ist eine Bekannte gerade zu Besuch, die dann auch öffnet. Vor der Tür steht der Bote eines Paketlieferdienstes und fragt ganz freundlich, ob er das Paket abgeben dürfe, weil nebenan niemand öffnet. "Ja klar", ruft Marlise Speth aus dem Hintergrund. Die Bekannte stellt das schwere Teil beiseite. Erst Ehemann Klaus wird stützig, weil er weiß, dass sie eigentlich keine Bestellung getätigt haben und somit auch keine Lieferung erwarten. Er schaut sich die Adressdaten an und: "Da stimmte gar nichts", sieht er verwundert, "der Name nicht, die Straße nicht, nur die Hausnummer."

Was tun? Als erstes schaut er im Telefonbuch nach, ob er eine Petra Filipzik findet, die offenbar in Gohr wohnt. Fehlanzeige. Also wählt er eine Nummer des Paketlieferanten, erwischt aber nur einen Anrufbeantworter. Speth startet einen zweiten Versuch mit der kostenpflichtigen Hotline. Dort spricht er mit einer freundlichen Dame, die ihm verspricht, dass das Paket am nächsten Tag abgeholt wird. Darauf wartet er noch heute.

(schum)