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Dormagen: Ärger um die Folgen der A 57-Sperrung

Dormagen : Ärger um die Folgen der A 57-Sperrung

Jeden Tag stehen Tausende von Verkehrsteilnehmern im Stau in Dormagen, vor allem auf der B 9, der L 380 und der L 280 – morgens kommt es regelmäßig zu mehr als sieben Kilometer Stau zwischen Dormagen und Neuss auf der B 9.

Nach der Sperrung der Autobahn 57 nach der durch Brandstiftung ausgelösten Massenkarambolage, bei der ein 29-jähriger Jüchener starb, weichen die Fahrer von Lastwagen und Autos auf die umliegenden Landstraßen aus. Das erzürnt auch den CDU-Verkehrsexperten im Düsseldorfer Landtag, Oliver Lehne: "Die rot-grüne Landesregierung schläft, und Tausende Pendler stehen Tag für Tag im Stau. Der entwickelt sich langsam zum Mega-Stau."

Der Abriss der alten Brücke hätte schneller gehen können, ist sich Lehne sicher, und der Bau der Behelfsbrücke dauere zu lange. Im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr gestern sei der Massenunfall erst als vorletzter Tagesordnungspunkt angesetzt. Lehne setzt sich dafür ein, dass der Stau endlich entzerrt werde: "Wann endlich optimiert der Landesbetrieb die Ampelschaltung auf der B 9", fragte er. Zudem wollte er wissen, warum "die Belohnung nur 1500 Euro durch die Staatsanwaltschaft" betrage.

Die Autobahn 57 soll noch vor Ostern wieder befahrbar sein, bekräftigte das NRW-Verkehrsministerium gestern: "Dann könnte die Strecke vor der Osterreisezeit wieder für den Verkehr freigegeben werden."

Für Mittwoch hat der Landesbetrieb Straßen NRW angekündigt, dass die ersten Bauteile der Behelfsbrücken zusammengeschraubt sein sollen. Über den Fortgang der Arbeiten kann sich jeder Internetnutzer unter http://www.strassen.nrw.de/projekte/a57/bruecke_dormagen.html mit Bildern einer Webcam überzeugen.

Alles zum Massenunfall und den Brücken-Abriss auf der A57 finden Sie in unserem Special.

(NGZ/rl/url/csi)