Dormagen: Adliger hat Schloss Arff gekauft

Dormagen : Adliger hat Schloss Arff gekauft

Freiherr Friedhelm von Landsberg-Velen plant dort aber keinen Freizeitpark.

Das ehemalige Wasserschloss Schloss Arff an der Stadtgrenze Kölns zu Dormagen hat neue Besitzer. Freifrau Caroline und Freiherr Friedhelm von Landsberg-Velen haben die repräsentative und idyllisch gelegene Immobilie erworben. Das teilte gestern deren Sprecher Christian Ahuis mit. Zum Kaufpreis wolle sich die Familie nicht äußern, so Ahuis auf Nachfrage.

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Die neuen Besitzer von Schloss Arff gehören zur entfernten Verwandtschaft des verstorbenen früheren Eigentümers von Schloss Arff, Christoph Freiherr von Geyr. Sie stammen aus Haren im Emsland und betreiben dort mit Schloss Dankern das nach eigenen Angaben größte Ferien- und Freizeitzentrum Deutschlands. Auf dem 200 Hektar großen Gelände stehen 752 Ferienhäuser. Zudem wurde rund um das Schloss, das von der Familie Freiherr von Landsberg-Velen selbst bewohnt wird, ein großer Freizeitpark geschaffen, zu dem zwei Spielehallen, ein Spaßbad und ein Badesee mit Sandstrand gehören.

Für das Schloss Arff plane man aber keinesfalls eine Kopie des Ferienzentrum Schloss Dankern, teilen die neuen Besitzer mit. Ferienhäuser und Freizeitparkattraktionen seien dort nicht vorgesehen. "Natürlich werden wir auch in Arff unser Know-how in Bezug auf den Erhalt und die Sanierung eines historischen Schlosses einbringen", erläutert Friedhelm Freiherr von Landsberg-Velen. "In den nächsten Wochen werden wir uns damit beschäftigen, wie wir Schloss Arff nicht nur erhalten, sondern ihm auch wieder zu ursprünglichem Glanz verhelfen können." Klar sei, dass Schloss Arff nicht als Haus bzw. Wohnung genutzt werden solle - weder von der Familie Freiherr von Landsberg-Velen, noch von Dritten.

Geplant sei aber eine Zusammenarbeit mit der Stadt Köln. Das Schloss sei schließlich, das habe die Stadt ja auch schon in den Medien bestätigt, ein wichtiges historisches Gebäude für Köln - aber auch für Dormagen, da es ja direkt und unmittelbar an der Grenze liege. "Die Familie ist sehr bestrebt, die Stadt bei den zukünftigen Maßnahmen die zur Erhaltung des Schlosses notwendig sind, mit einzubeziehen", übermittelte Sprecher Christian Ahuis. Zunächst sollten Nutzungskonzepte erarbeitet und überprüft werden.

(NGZ)
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