Ausstellung in der Galerie-Werkstatt Knechtsteden: Abstrakte Acrylbilder von Heck und Knoll

Ausstellung in der Galerie-Werkstatt Knechtsteden : Abstrakte Acrylbilder von Heck und Knoll

"Aufbruch Vision phantastisch real", so lautet der geheimnisvolle Titel der aktuellen Ausstellung im großen Atelier des Kunstvereins Galerie-Werkstatt Bayer Dormagen. Zu sehen sind über 20 Acrylbilder von Petra Heck und Hans-Jürgen Knoll.

Die abstrakten Werke laden den Betrachter ein, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen und selbst zu interpretieren, was er darin sieht. "Der Titel der Ausstellung bezeichnet unsere Arbeitsweise", erklärt Hans-Jürgen Knoll, und Petra Heck ergänzt: "Es beginnt oft mit einem Ausbruch, einer Art farblichem Urknall, bei dem man das Wollen und das Denken möglichst ausschaltet." So entstehen per gesteuertem Zufall erste Grundstrukturen und Muster in den Bildern. Dann folgt eine Ruhephase, in denen die Künstler über die unfertigen Werke diskutieren, sie eingehend betrachten und auf sich wirken lassen. Die Phantasie sucht sich einen Kristallisationspunkt auf der Leinwand, auf der es noch kein Oben und Unten gibt.

"Wir trinken dann literweise grünen Tee und diskutieren stundenlang", sagt Petra Heck lachend. "Und dann kommt irgendwann der Aha-Effekt", so Knoll. In den wilden Farbstrukturen sieht er eine Figur oder den Teil einer Landschaft und arbeitet sie heraus. In dieser Phase sei die Synergie zwischen den Künstlerkollegen wichtig: "Man kommt schneller weiter, wenn man ein Gegenüber hat, das in die gleiche Richtung denkt", so Knoll. Auf diese Weise arbeiten Petra Heck und Hans-Jürgen Knoll seit einiger Zeit künstlerisch zusammen. Ein kurzer Tipp des einen, reicht dem anderen für eine neue Vision, die er dann mit Pinsel, Spachtel oder Spraydose umsetzt. "Wir haben einfach gemerkt, dass wir am gleichen Strang ziehen", so Knoll.

Doch bei aller Gemeinsamkeit gibt es individuelle Elemente in der Kunst der beiden, die die Bilder unverwechselbar machen. Während Petra Heck auf der Leinwand sich dynamisch und explosiv in dramatischem Rot-gelb austobt, sind die Bilder von Hans-Jürgen Knoll farblich zurückhaltender und wirken eher nachdenklich. Der 49-jährige Künstler malt mit einigen Jahren mehr Erfahrung als seine 37-jährige Kollegin, und die Gelassenheit und Ruhe spricht auch aus seinen Bildern.

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Mai im Atelier der Galerie-Werkstatt in Knechtsteden zu sehen. Sie ist donnerstags bis sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Am Samstag, 4. Mai, um 15 Uhr sind die Künstler selbst in der Galerie-Werkstatt anwesend und laden zur Finissage ein.

(NGZ)