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Dormagen: Abgesagte Toro-Reise beschert Stornogebühren

Dormagen : Abgesagte Toro-Reise beschert Stornogebühren

Stornierungkosten und Unverständnis zwischen den Ratsfraktionen sind das Ergebnis der Diskussion über den Toro-Besuch der Bürgermeister. Nachdem die beiden Stellvertreter von Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann ihre Mitreise kurzfristig abgesagt hatten, fallen Stornierungskosten für die gebuchten Flüge von Hans Sturm und Erik Lierenfeld an.

Die aktuellen Streitigkeiten innerhalb der Dormagener Kommunalpolitiker seien der Grund für Lierenfelds Absage. Da die Dienstreise noch nicht genehmigt war, entschloss sich auch Sturm, zu Hause zu bleiben. Er hatte geplant, seine Frau auf eigene Kosten mitzunehmen.

Die Flüge der beiden stellvertretenden Bürgermeister hatten die Stadt jeweils 77 Euro gekostet. "Dafür fallen nun sicher Stornierungsgebühren an", sagt der Leiter des Fachbereichs für Rat und Öffentlichkeit, Jürgen Mrohs. "Eventuell zeigt sich das Hotel in Spanien noch kulant", erklärt er.

Da Anfang September noch Details zur Reise in die Dormagener Partnerstadt nach Spanien gefehlt hätten, wäre die Dienstreise der Bürgermeister noch kein Thema für den Hauptausschuss gewesen. Dieser hätte Lierenfeld und Sturm die Reise genehmigen müssen. "So kam es zu dem Dringlichkeitsantrag, der überflüssig wurde, weil die Bürgermeister die Reise abgesagt hatten", fasst Mrohs zusammen. Aus Sicht der Stadt hätte es nicht zu dieser Situation kommen müssen.

Sturm und Lierenfeld wünschen sich, dass die Fraktionen wieder zu einem sachlichen Arbeiten zurückfinden. "Ich will hoffen, dass sich das Klima in den kommenden Tagen wieder ändert", erklärt Sturm. Lierenfeld ruft dazu auf, "dass sich die Verwaltung und die Fraktionen untereinander nicht weiter mit der Geschäftsordnung malträtieren." Er sieht den Bürgermeister als Vermittler: "Hoffmann muss die Parteien nun zu einem konstruktiven Arbeiten zurückführen."

(NGZ)