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Dormagen: A57 schon ab Mittwochnachmittag wieder frei

Dormagen : A57 schon ab Mittwochnachmittag wieder frei

Die A57 bei Dormagen wird schon am Mittwoch freigegeben. Das teilte Straßen-NRW-Sprecher Bernd Löchter am Dienstag mit. Demnach soll Mittwoch ab 16 Uhr der Verkehr wieder rollen.

"Die Arbeiter und Ingenieure sind mächtig stolz - sie haben beim provisorischen Lückenschluss der Autobahn A57 bei Dormagen noch einmal drei Tage herausgeholt" erklärt Löchter. Die Autobahn soll schon am morgigen Mittwochnachmittag um 16 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden und nicht erst wie ursprünglich geplant Karsamstag.

Begünstigt gewesen sei dies durch das größtenteils trockene Wetter, den nahezu optimalen Bauablauf und die pünktliche Lieferung des Baumaterials. Damit stehen den Autofahrern zwischen Düsseldorf und Köln nach etwas mehr als siebenwöchiger Arbeit noch vor Ostern wieder vier Fahrstreifen über zwei Behelfsbrücken zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen werden auf der engen Brücke dabei eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 Kilometern die Stunde und ein Überholverbot für Lastwagen gelten.

In den vergangenen Wochen waren die etwa 55 und 73 Meter langen Behelfsbrücken vor Ort zusammengebaut und dann über die Fahrbahnlücke geschoben worden. Insgesamt wurden für die rund 450 Tonnen schwere Konstruktion 44 zweispurige Fahrplanplatten, 304 sogenannte Hauptträgerdreiecke und rund 18.000 hantelgroße Spezialschrauben verbaut.

Für die Autofahrer bedeuten die Freigabe der wichtigen Nord-Süd-Verbindung weniger Verkehr und Staus auf den Ausweichstrecken. Insbesondere auf der Bundesstraße 9 hatte sich der Verkehr in den vergangenen Wochen nahezu täglich auf mehreren Kilometern Länge gestaut.

Das rund zwei Millionen Euro teuere, aus den beiden Behelfsbrücken bestehende Provisorium wird einige Jahre im Einsatz sein. Wegen einer in einem solchen Fall üblichen europaweiten Ausschreibung kann mit dem Neubau der Brücke frühestens Ende 2013 begonnen werden. Da Experten die Bauzeit noch einmal auf anderthalb bis zwei Jahre schätzen wird die neue Brücke damit frühestens im Jahr 2015 stehen.

Wegen des ohnehin geplanten Ausbaus der Strecke auf sechs Fahrspuren soll die Brücke ebenfalls bereits für die sechsspurige Nutzung ausgelegt sein. Die Kosten sollen bei fünf Millionen Euro liegen. Nach dem oder den Brandstiftern fahndet die Polizei derweil immer noch.

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar hatten Unbekannte unter der Brücke gelagerte Kunststoffrohre angezündet. Durch die dichte Rauchentwicklung war den Fahrern auf der Autobahn die Sicht versperrt. Dadurch war es zu einer Massenkarambolage gekommen, bei der ein 29-Jähriger Mann aus Jüchen ums Leben kam und 16 Menschen teils schwer verletzt wurden. Die Brücke war durch die Hitze des Feuers so stark beschädigt worden, dass sie noch im Februar abgerissen werden musste.

(rm/jco/das/top)