Dormagen: A57-Brücke wird erst im Herbst 2017 fertig sein

Dormagen : A57-Brücke wird erst im Herbst 2017 fertig sein

Unter "Aufsicht" schreiten die Bauarbeiten an der A 57-Brücke voran. Nach den beiden Diebstählen in den vergangenen Wochen, die große Schäden verursachten, hat die Baufirma Heitkamp aus Herne mit "Bauwatch" ein Überwachungssystem installiert.

Vor diesem Hintergrund läuft der Bau der dritten Behelfsbrücke — genauer gesagt: Die Vorbereitungen, um sie zu errichten. Das soll im Frühjahr geschehen, sagt Stephan Huth von Straßen NRW. Die wesentlichste Arbeit ist die Verbreitung des Dammes auf einer Länge von rund 700 Metern und einer Breite von bis zu vier Metern, wo später die Autofahrer über eine Art Bypass und die dritte Brücke von Köln aus in Fahrtrichtung Neuss und Krefeld geführt werden.

"Klar ist, dass in der gesamten Bauzeit jeweils zwei Fahrspuren in beide Richtungen vorhanden sein werden", so der Sprecher von Straßen NRW. Anfang kommenden Jahres soll die dritte Brücke in ihre Position eingeschoben werden. Allerdings anders, als es bei der jetzigen Behelfsbrücken-Konstruktion der Fall war: Vor zwei Jahren wurde diese auf der gesperrten Autobahn jeweils aus Einzelteilen zusammengesetzt und dann als Ganzes in die korrekte Position geschoben. "Dieses Mal wird es in zwölf Schüben erfolgen", sagt Bauleiter Norman Seher, auch weil die Voraussetzungen andere sind. Geplant ist dieser Schritt für Anfang Juli, er rechnet mit einer Dauer von fünf Wochen. Warum es bis Herbst 2017 dauert, ehe die komplette Brücke neu gebaut ist, begründet der Straßen NRW-Sprecher mit den "vielen Teilarbeiten. Gleichzeitig kann nur wenig gemacht werden". Für den Brückenneubau läuft zurzeit die europaweite Ausschreibungsphase.

Auf rund sechs Millionen Euro beziffert Straßen NRW die Kosten für den Brückenneubau. Inklusive der Behelfsbrücken werden es rund 8,5 Millionen Euro sein. Wenn die dritte Behelfsbrücke fertig ist, wird die erste Brücke in Richtung Köln frei und kann abgebaut werden. Dort entsteht dann die erste neue Brücke mit drei Fahrstreifen — orientiert an den in diesem Bereich in Zukunft kommenden insgesamt sechsstreifigen Ausbau der A 57.

Der Neubau ist notwendig geworden, weil im Februar 2012 die A 57-Brücke nach einer Brandstiftung abgerissen werden musste. Der oder die Täter, die Kunststoffrohre unter der Brücke anzündeten, sind nach wie vor auf freiem Fuß.

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