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Nach Vollsperrung: A 57 - Verkehr fließt ohne Probleme

Nach Vollsperrung : A 57 - Verkehr fließt ohne Probleme

Nach 50 Tagen Vollsperrung rollt der Verkehr wieder auf der A 57 bei Dormagen. Am Donnerstagmorgen, einen Tag nach der Freigabe, bislang ohne Stau. Durch das notwendige Tempolimit von 60 Kilometern die Stunde befürchtet der ADAC jedoch, dass es zu Verkehrsverhinderungen kommen wird.

Autofahrern zwischen Düsseldorf und Köln steht die Autobahn mit der Freigabe am Mittwoch also noch vor Ostern zur Verfügung. An der Stelle der alten Brücke, die durch Brandstiftung zerstört wurde, wurden zwei provisorische Stahlbrücken eingesetzt. Vier schmale Fahrspuren ohne Randstreifen führen über die 55 beziehungsweise 73 Meter langen Brücken. In dem Abschnitt gilt aus Sicherheitsgründen Tempo 60.

Ein Unbekannter hatte vor sieben Wochen Kunststoffrohre angezündet, so eine Autobahnbrücke zerstört und durch den dichten Rauch eine Massenkarambolage verursacht. Dabei wurden 13 Menschen verletzt und ein Autofahrer getötet. Der Schaden beträgt acht bis zehn Millionen Euro. Laut Polizeiangaben habe die Kripo zahlreiche Hinweise erhalten, bisher aber noch keinen konkreten Tatverdacht.

Zudem ist zum Start der Welt-Garten-Expo Floriade seit Donnerstagmorgen um fünf Uhr die ausgebaute Verbindung zwischen der Autobahn 61 und der niederländischen A 74 in Venlo freigegeben. Die neue Umgehungsstraße führt südlich an der niederländischen Stadt vorbei und ist an die Maastalautobahn 73 angebunden.

Rund 1,5 Millionen Autos und Lkw rollten bisher täglich quer durch Venlo. Das ausgebaute Autobahnnetz soll zur Feinstaub- und Lärmentlastung beitragen. Die Kosten für den drei Kilometer langen, vierspurigen Abschnitt mit fünf neuen Brücken betragen rund 60 Millionen Euro, fünf davon wurden von den Niederlanden übernommen. Der Ausbau startete im August 2010. Restarbeiten wie etwa an der Ausfahrt Nettetal-West sollen bis zum Ende des Jahres abgeschlossen werden.

(RP/ila/csi)