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Ausstellung in Dormagen: 96 "Augenblicke" mit Fotograf Heinz Zaunbrecher

Ausstellung in Dormagen : 96 "Augenblicke" mit Fotograf Heinz Zaunbrecher

Apokalyptische Landschaften aus Island, Löwen, deren durchdringender Blick bis in die eigene Seele zu reichen scheint, der "trommelnde" Bürgermeister und der "schwimmende" Landrat - faszinierende "Augenblicke", so der Name der Foto-Ausstellung, schenkt Heinz J. Zaunbrecher mit seinen 96 Fotografien in der Glasgalerie der Kulturhalle.

Als Jugendlicher begann der heute 62 Jährige "einfach so" zu fotografieren. In seiner damaligen Heimat im Kreis Heinsberg waren es örtliche Fußballspiele, die Bilder entwickelte er selbst zu Hause in seinem Schwarz-Weiß-Labor und konnte viele auch in einer örtlichen Lokalzeitung veröffentlichen. Berufsbedingt musste die entflammte Leidenschaft Menschen und Momente festzuhalten fast zwanzig Jahre ruhen.

Sein "Comeback" feierte er nach seinem Umzug 1993 nach Dormagen. Aus Fußball-Fan Heinz Zaunbrecher wurde in der Sportstadt Dormagen ein Handball-Enthusiast. Seit gut zehn Jahren ist er Team-Fotograf der TSV-Handballer, fotografiert auch für die Fechter beim Weltcup oder beim 24-Stunden-Schwimmen. "Man braucht viel Training und muss sich auf die Sportarten und ihre Besonderheiten einlassen", sagt Zaunbrecher.

In der Brust des Elektrotechniker schlagen zwei Herzen: Einmal die fotografische Liebe zum Sport und die zur Tier- und Naturfotografie. Aufgrund von familiären Banden ist er mit seiner Ehefrau Anne seit einigen Jahren regelmäßig in Kapstadt und hat von dort aus den afrikanischen Kontinent nach und nach mit seiner Canon-Kamera erobert. Das Ergebnis sind traumhafte Momente, die er in Namibia, Botswana, Kenia oder Tansania als Ziele seiner Foto-Safaris festgehalten hat und die in der Ausstellung zu sehen - und im übrigen auch zu kaufen sind. Bürgermeister Erik Lierenfeld, der die Ausstellung eröffnete, bezeichnete den Dormagener als einen "begnadeten Tier- und Naturfotograf". Er sei jemand, der im Sport "Spieler und Fans bildlich in Szene setzt, aber nicht zur Schau stellt, Taktgefühl und fotografischen Anstand bewahrt".

Info Geöffnet bis zum 29. März, von montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr.

(schum)