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Dormagen: 800 Plätze für 6000 Kinder

Dormagen : 800 Plätze für 6000 Kinder

17 Aktionen bietet das Jugendamt im Rahmen der Stadtranderholung während der sechswöchigen Sommerferien an. Die meisten Angebote sind bereits ausgebucht. Beteiligte Vereine arbeiten an der Belastungsgrenze, heißt es.

Auf den ersten Blick ist die Liste der diesjährigen Angebote bei der Stadtranderholung lang: Tennis spielen, am Lagerfeuer sitzen und Kanufahren sind genauso dabei wie eine Fahrt zu den Karl-May-Festspielen in Elspe und Wasserspaß am Straberger See. 17 Aktionen bietet das städtische Jugendamt während der sechswöchigen Sommerferien an. Ist das ausreichend?

Der kleine Sven würde gerne dabei sein, doch für ihn war bei seiner Wunschaktion kein Platz mehr frei. "Bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten Angebote völlig ausgebucht", sagt Peter Deuß vom Jugendamt. Daran könne man nur schwer etwas ändern, die Vereine arbeiteten schon an ihren Grenzen. "Mehr als 100 Ehrenamtler sind in den Sommerferien für die Kinder da, übernachten mit ihnen und machen Ausflüge", so Deuß.

Auch die finanziellen Mittel der Stadt, die Veranstaltungen mit rund 28 000 Euro bezuschusst, seien ausgereizt. "Obwohl in anderen Bereichen gekürzt wird, haben wir den geplanten Etat für die Stadtranderholung 2012 erhalten", sagt Deuß. Auch beim TSV Bayer Dormagen, der dieses Jahr zwei-Wochen-Aktionen bei der Stadtranderholung anbietet (vorher eine Woche), ist der erste Termin schon ausgebucht. "Wir haben jetzt Kinder auf die Warteliste genommen, die noch nachrutschen können", sagt Mecky Fischer, Projektkoordinatorin für den Kinder- und Jugendsport beim TSV Bayer. Anmeldungen für Restplätze für die vierte Ferienwoche werden noch angenommen. Ganz anders im letzten Jahr. Da gab es für die Angebote des Vereins fast keine Anmeldungen. Im nächsten Jahr das offene Ferienprogramm auf drei Wochen auszuweiten, hält Frank Neuenhausen, Geschäftsführer des TSV Bayer, nicht für möglich: "Wir arbeiten schon jetzt an unserer Belastungsgrenze", sagt er. Für kleine Vereine sei es dagegen problematisch, überhaupt Ferienaktionen anzubieten, weiß Peter Deuß: "Die sind meist froh, wenn sie den regulären Spielbetrieb am Laufen halten. Für große Aktionen gibt es da keine Kapazitäten."

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Natürlich sei es schwierig, mehr als 6000 Dormagener Kinder mit insgesamt 800 Plätzen der Stadtranderholung zu vereinbaren, so Deuß. Doch gebe es neben den Ferienangeboten der Vereine noch den regulären Betrieb von beispielsweise Jugendzentren. Auch die inzwischen etablierte Offenen Ganztagsbetreuung in Dormagen, die einige Wochen in den Sommerferien geöffnet hat, böte Freizeitmöglichkeiten für Kinder.

(NGZ/jco)