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Dormagen: 500 Besucher kamen zum Spielplatzfest

Dormagen : 500 Besucher kamen zum Spielplatzfest

Karsamstag laden die Paten des Spielplatzes am Max-Reger-Weg traditionell zum großen Fest auf die Anlage ein. Für Begeisterung bei den Gästen sorgten besonders Falken, Frettchen, Ponys und viele Leckereien sowie Spiele.

Ein einzelner, verirrter Luftballon hoch oben im Baum kündigte das bunte Treiben bereits von weitem sichtbar an. Dass Karsamstag auch gleichzeitig Spielplatzfest am Max-Reger-Weg bedeutet, war Groß und Klein jedoch bekannt. Rund 500 junge und ältere Besucher hatten viel Spaß auf dem siebten Fest — trotz des kühlen Wetters. Bei guter Musik feierten die Dormagener bis in den späten Nachmittag hinein.

"Es wurden wieder etliche Stunden von den vielen Helfern in die Vorbereitung des Spielplatzfestes investiert", sagte Patensprecher Udo Lehmann und freute sich gemeinsam mit seinen Kollegen über die große Resonanz. "Bereits am Vortag haben Stefan Lochner und ich alles aufgebaut und über Nacht Wache gehalten, damit keine Vandalen über die Stände herfallen." Mit Vandalismus haben die Spielplatzpaten hin und wieder zu kämpfen. "Glücklicherweise ist das weniger geworden, seit wir uns um den Spielplatz kümmern und in unregelmäßigen Abständen abends einen Kontrollgang machen", fasste Lehmann zusammen.

Die Kinder genossen das Spielplatzfest besonders. So wurde auf den vielen Spielgeräten herumgetollt und in großer Runde gespielt. Zusätzlich begeisterten die Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr Löschzug Mitte, die den kleinen Gästen ganz genau den Löschwagen erklärten und sie sogar einmal hinter das Steuer ließen — natürlich während der Wagen stand.

Ein weiterer Höhepunkt waren die sechs Ponys von Hartmut Seehafer und seiner "HK Horse Riding Ranch". Gemächlich trugen sie die Kinder in einer großen Runde über den Spielplatz. "Da fühlt man sich wie ein Cowboy", sagte ein kleiner Besucher. An anderer Stelle war Dosenwerfen angesagt, was die Kinder auch mit viel Begeisterung ausübten. Zu gewinnen gab es kleine Preise, die zu großen Leistungen anspornten.

Auch die Falken und Frettchen der Familie Gassmann waren Anziehungspunkte während des Festes. Mutig ließ Oma Anette Täusch (56) sich einen dicken Handschuh überstreifen, auf dem dann ein Falke Platz nahm. Ihre Enkel Anna Lena (6) und Maurice (4) schauten fasziniert dabei zu. Anna Lena hatte sich als Prinzessin schminken lassen, was sie jedoch nicht davon abhielt, sich wenig monarchig auf die große Hüpfburg zu stürzen und mit den anderen Kindern zu toben. Die beiden besuchen den Spielplatz regelmäßig — aber so ein Fest ist doch immer wieder eine besondere Sache. "Es ist gut, dass es Paten gibt, die sich um den Spielplatz kümmern", sagte auch Anette Täusch. Dem pflichtete Rüdiger Bartz bei. Der 44-Jährige kommt in jedem Jahr mit seinen Drillingen Emma, Leni und Mia (6) und sowie seiner vierten Tochter Frida (8) zum Spielplatzfest. "Wir wollen die Spielplatzpaten unterstützen. Wir sind keine Mitglieder, aber meine Frau Michaela hilft beim Kuchenverkauf", sagte er.

Wer viel spielt, wird auch hungrig: Kuchen, kostenfreie Zuckerwatte und Leckereien vom Grill standen den ganzen Tag über zur Stärkung bereit. Ziel der Spielplatzpaten ist es auch den Kindern, die in den Osterferien nicht verreisen, einen schönen Tag zu bieten. "Außerdem wollen wir, dass die Eltern und Kinder sich kennenlernen und Eigenverantwortung übernehmen. Im Sommer ist der Spielplatz ein zweites Kinderzimmer", sagt Lehmann.

(NGZ)