Dormagen: 40 neue Kita-Plätze an der Rensing-Schule

Dormagen : 40 neue Kita-Plätze an der Rensing-Schule

In fünf Stadtteilen werden vorhandene Kitas oder Schulen umgebaut, damit der Bedarf an 125 weiteren Kita-Plätzen gedeckt werden kann.

Für den 1. August waren so viele Kinder für die Dormagener Kindertagesstätten gemeldet, dass diese den Bedarf nicht hätten decken können. Besonders in Horrem fehlten Plätze. Eltern, deren Kinder bislang in den wohnortnahen Kitas abgelehnt wurden, waren verärgert. Nun steht fest, wie und wo genau die Stadt die 125 zusätzlich benötigten Plätze schaffen wird. In fünf Stadtteilen werden vorhandene Kitas oder Schulen umgebaut.

Die meisten Plätze entstehen mit 40 an der Christoph-Rensing-Schule in Horrem. Darüber hinaus wird eine Gruppe (etwa 20 Kinder) in der Regenbogenschule in Rheinfeld untergebracht. In Delrath wird die Kita "Bunte Wolke" befristet weiter genutzt. Deren Gebäude stand im Haushaltsplan der Stadt noch zum Verkauf. In den Kindertagesstätten St. Odilia in Gohr und St. Josef in Delhoven werden jeweils etwa zehn Kinder zusätzlich aufgenommen.

Angegliedert sind die neuen Betreuungsplätze in der Christoph-Rensing-Schule an die Kita Sonnenblume in Horrem, die in Trägerschaft der evangelischen Kirche ist. "Unsere Kindertagesstätte wird faktisch um zwei Gruppen erweitert. Diese werden allerdings fest und mit einem eigenen Betreuerteam in der Grundschule untergebracht", erklärt Pfarrer Frank Picht, der sich mit der angestrebten Lösung zufrieden zeigt. Er betont, dass die Stadt bauliche Veränderungen vornehmen müsse, bevor der Kita-Betrieb in der Grundschule zum 1. August beginnen soll. "Für die Kitakinder wird zum Beispiel ein eigener Außenbereich geschaffen, damit sie getrennt von den Grundschülern draußen spielen können", sagt er.

Dass Umbaumaßnahmen auch an den anderen Standorten notwendig werden, an denen zusätzliche Kita-Kinder untergebracht werden, macht Elisabeth Gartz, die in der Stadtverwaltung für die Tagesbetreuung von Kindern zuständig ist, deutlich. "Etwa 150 000 Euro muss die Stadt als einmalige Investition tätigen, um die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen", sagt sie. Viele der Plätze werden nach Gartz' Worten bereits zum 1. August zur Verfügung stehen, die restlichen im September entstehen. "Wir stimmen die Arbeiten mit den Schließungszeiten der Kindertagesstätten ab und sind mit den einzelnen Trägern im Gespräch", sagt Gartz.

Eine weitere Herausforderung für die Stadt und die kirchlichen Träger ist der Betreuungsschlüssel für Kitas. "Pro Gruppe werden rechnerisch rund zwei Erzieher benötigt", erklärt Gartz. Da aufgrund des gesetzlichen Anspruchs auf einen Kitaplatz in ganz Nordrhein-Westfalen Kommunen auf der Suche nach neuem Personal sind, gestaltet sich die Suche schwierig. "Es ist derzeit nicht leicht, qualifiziertes Personal zu finden", bestätigt auch Picht. Allein für die Christoph-Rensing-Schule benötigt er vier zusätzliche Erzieher und einen Leiter, der dort halbtags arbeitet. Das Personal nimmt Picht aus den anderen evangelischen Kitas in Dormagen. "So haben wir direkt erfahrene Kräfte, die in dem neuen Projekt arbeiten. Die neu eingestellten Erzieher dienen dann als Ersatz", macht Picht deutlich.

(NGZ)
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