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Dormagen: 3,5 Millionen für den Bahnhof

Dormagen : 3,5 Millionen für den Bahnhof

Schon im nächsten Jahr soll der Bahnhof mit Vorplatz und Gebäuden neu gestaltet werden. Der Investor P1 präsentierte jetzt in der Kulturhalle erste, aber schon sehr konkrete Architektenentwürfe und Ansichten.

"Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance". Dieses Bonmot hatte sich Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann von Stadtpressesprecher Harald Schlimgen "geliehen", weil es so gut zur Begrüßung der Bürger passte. Rund 50 Dormagener haben sich jetzt in der Kulturhalle über die geplante Neugestaltung des Bahnhofsareals samt Vorplatz und Gebäuden informieren lassen — und hatten nach der Vorstellung der sehr konkreten Pläne Anregungen und Fragen.

Der Reihe nach: Den roten Faden für die Präsentation bildete die Diskrepanz zwischen dem beklagenswerten Ist-Zustand des Bahnhofs und seines Umfelds und den modern-zweckmäßigen Entwürfen von nps tchoban voss. Das Architekturbüro setzt die Vorgaben der Projektentwicklungsgesellschaft P1 um. Für Investor und Vermarkter P1 skizzierte Projektentwickler Hans-Peter Maas die Pläne, zu denen der neue Vorplatz mit nur noch einer Businsel und gut 100 Parkplätzen, ein größeres, eingeschossiges Gebäude mit Lebensmittel-Discounter und Backshop sowie ein kleineres Gebäude gehören.

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Daraus wird das Mobilitätszentrum der Stadtmarketing- und Entwicklungsgesellschaft (SVGD) — inklusive Kunden- und Infocenter, Fahrradstation und Toiletten. Städtebau-Fachbereichsleiter Ernst Albrecht brachte es auf den Punkt: Wo heute eine wirre Situation mit abstoßenden Räumen, eine kahle Freifläche und "Angsträume" existieren, wird ein einladendes Tor zur Stadt entstehen — zum Reisen, Einkaufen, Verpflegen und Umsteigen.

In der Diskussion wurde klar: Die Visitenkarte Dormagens wird der Willy-Brandt-Platz, also das Gelände, das die Stadt als Eigentümer gestalten kann. Die Horremer Seite bleibt, wie sie ist. Genauso wie der Tunnel, für den die Bahn zuständig ist. Die "soziale Kontrolle", die sich durch entsprechende Geschäftszeiten und mehr Menschen am Ort ergeben soll, wird außerhalb der Öffnungszeiten an Grenzen stoßen.

(NGZ)